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Kommunalwahl AfD traut sich nicht ins Gutleut

Im Frankfurter Nordwestzentrum wollte AfD-Spitzenkandidat Rahn das lokale Volk auf Linie bringen, 400 Gegendemonstranten hatten etwas dagegen. Diesem Protest will die Partei am 1. März aus dem Weg gehen - und verlegt ihre Veranstaltung vom Gutleutviertel nach Nieder-Erlenbach.

AfD-Landessprecher NRW Martin Renner zu Gast in Frankfurt. Foto: Imago

Die Rechtsaußenpartei AfD will bei den hessischen Kommunalwahlen am 6. März in den Frankfurter Römer einziehen und betreibt hierfür fleißig Wahlkampf.

So am 24. Februar, als sie nach dem erfolglosen Versuch, im Hessischen Hof mit Frontfrau Frauke Petry eine Pressekonferenz zu geben (die FR berichtete), ins Nordwestzentrum lud: Unter dem Motto "Political Correctness - der unsichtbare Maulkorb" wollte AfD-Spitzenkandidat Rainer Rahn das lokale Volk auf Linie bringen, was jedoch zirka 400 Gegendemonstranten mit einer Blockade zu verhindern suchten. 

Diesem Protest will die AfD am 1. März offensichtlich aus dem Weg gehen. Ursprünglich wollte man sich im Saalbau Gutleut mit dem Landessprecher NRW Renner über die "Gefährdung der Demokratie" austauschen, doch scheint der multikulturelle Stadtteil in Bahnhofsnähe den Veranstaltern zu riskant. Wie die Frankfurter Saalbau der FR bestätigte, hat die AfD den Veranstaltungsort jetzt nach Nieder-Erlenbach verlagert, gelegen zwischen Bad Vilbel und Bad Homburg.

Dabei soll es jetzt auch definitiv bleiben, denn die AfD kann den Veranstaltungsort innerhalb der Saalbau-Vermietungen bis zum 1. März nicht mehr ändern. Das sei bei dieser Größenordnung nicht möglich, wie eine Mitarbeiterin, die nicht genannt werden möchte, versicherte. Die AfD kann lediglich ganz absagen. Dass sie das tut und kurz vor den Wahlen auf Publicity verzichtet, ist jedoch nicht anzunehmen.

Annette Ludwig, Sprecherin von #Nofragida, findet es denn auch befremdlich, dass die AfD einen Wahlkampf in ein "Katz- und Maus-Spiel" verwandle. "Auch wenn die AfD aktuell nach Nieder-Erlenbach mobilisiert, gibt es noch keine Absage im Saalbau Gutleut. Daher werden Gegenproteste derzeit noch an beiden möglichen Veranstaltungsorten geplant, bis es hier Klarheit gibt. Die Herausforderung, Spielchen zu speilen, nehmen wir gerne an."

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