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Kommentar In Sicherheit investieren

Die Statistik der Frankfurter Stadtpolizei zeigt: Die Decke, an der Dezernent Markus Frank ziehen kann, ist einfach zu kurz. Ein Kommentar.

Stadtpolizei in Frankfurt
Ein Stadtpolizist im Einsatz auf der Zeil. Foto: peter-juelich.com

Wenn Ordnungsdezernent Markus Frank die Statistik der Stadtpolizei vorstellt, stellt er die Erfolge der Einheit heraus. Das liegt in der Natur der Sache, alles andere würde seine Politik infrage stellen. Und tatsächlich hat die Stadtpolizei ihren Anteil daran, dass die Zahl der Beschwerden über Drogenhandel im Bahnhofsviertel und Straßenmusiker auf der Zeil zumindest zurückgegangen ist.

Doch aus der Statistik, die Frank vorstellte, wird auch deutlich, dass die Decke, an der der Dezernent ziehen kann, einfach zu kurz ist. Sprich: Wenn mehr Stadtpolizisten in der Innenstadt eingesetzt werden, fehlen sie in den Stadtteilen.

Es ist seit einigen Jahren zu beobachten, dass die Stadtmitte in der Frankfurter Kommunalpolitik Priorität genießt. Das betrifft nicht nur die Sicherheitspolitik. Auch bei Investitionen wird vor allem auf die Innenstadt geschaut. Das heißt nicht, dass der verstärkte Einsatz der Stadtpolizisten am Bahnhof und auf der Zeil falsch ist. Zwar weiß jeder, dass aus dem Bahnhofsviertel nie eine klinisch reine Wohn- und Geschäftsgegend wird (was im Übrigen auch nicht erstrebenswert wäre). Doch tatenlos hinnehmen konnte die Stadt die dort Einzug gehaltenen Zustände auch nicht.

Zur Wahrheit gehört aber: Dass sich die meisten Frankfurter sicher fühlen und ein Hardliner wie Volker Stein mit seinem Wahlkampf der Angst krachend gescheitert ist, liegt auch an der Präsenz der Stadtpolizei. Gerade in den Stadtteilen. Dort, wo die Menschen wohnen. Die zusätzlichen 20 Stellen reichen deshalb vermutlich nicht aus. Markus Frank wird im Römer verstärkt für mehr Investitionen in die Sicherheit kämpfen müssen.

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