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Kolumne Danke, Uwe Becker

Vorige Woche war unsere Kolumne langweilig, findet ein Leser. Hoffentlich hat er an den neuesten Nachrichten aus dem Rathaus mehr Spaß.

Messi und Ronaldo (von links)
Von den vier Milliarden, die Uwe Becker Frankfurt beschert hat, ließen sich sinnvoller Weise Lionel Messi und Cristiano Ronaldo für den FSV Frankfurt finanzieren. Foto: dpa

An dieser Stelle ein herzlicher Dank an „Sestore“. Er oder sie (man weiß ja heutzutage nicht mehr, wer sich hinter so einem Namen verbirgt) hat auf www.fr.de unsere letztwöchigen Römerbriefe kommentiert. Womöglich fand er unsere Einlassungen zu Bernadette Weylands Friseurbesuch nicht ganz so amüsant. „Sestore“ also schrieb auf unserer Website: „Lesen sie auch morgen weiter in der nächsten Folge ,Volker Stein war auf dem Klo’ und ,Peter Feldmann lag im Bett’. Hochspannend.“

Also, zu Volker Stein und der Toilette können wir sagen... obwohl, nein, so einfach kann man sich bei uns kein Thema wünschen. Wir sind doch keine Auftragsschreiber. Und die Idee, über Peter Feldmanns Bettgewohnheiten zu schreiben, gefällt uns auch nicht.

Zumal Feldmann ja erst kürzlich wieder mit privatem Kram in der „Bild“-Zeitung war. Haben Sie’s gelesen? Interview mit ihm und seiner Frau Zübeyde. Zitat Herr Feldmann: „Ja, wenn man so will, lebe ich unter der schönsten Fuchtel, die es gibt – nämlich unter der Fuchtel meiner Töchter.“ Zitat Frau Feldmann: „Als er (Peter Feldmann, Anm. d. Red.) jetzt Urlaub hatte, haben wir uns sogar gestritten, wer es (das Wickeln des Babys, Anm. d. Red.) machen darf.“

So, liebe Freundinnen und Freunde der Kommunalpolitik. Jetzt aber schnell zu ernsten Themen. Sonst setzt es wieder einen Anpfiff von „Sestore“ (wobei uns schon mal interessieren würde, ob er/sie vielleicht selbst im Römer aktiv ist).

Uwe Becker ist seit zehn Jahren Stadtkämmerer. Aus diesem Anlass hat er eine Rückschau verschickt mit vielen Zahlen. Zum Beispiel: Als er das Amt antrat, betrug das Vermögen der Stadt 11,8 Milliarden Euro. Nun sind es 15,8 Milliarden. Sprich: Uwe Becker hat Frankfurt vier Milliarden beschert. Danke. Aber natürlich muss man sich fragen, wie diese Stadt das Geld sinnvoll einsetzen könnte. Hier unsere Vorschläge:

– Stadtrat Jan Schneider baut auf dem Pfingstberg eine neue, riesengroße Rennbahn, die tollste Europas, und dann eröffnet er die Saison mit dem Carl-Philip-Anno-Graf-zu-Solms-Wildenfels-Preis.

– Das ganze Geld geht an den FSV Frankfurt, der sich davon Ronaldo und Messi kauft und ein Dach für die Stehtribüne.

– Die gesamte Stadt wird videoüberwacht mit 25000 Kameras, und wenn noch Geld übrig bleibt, wird davon ein Gutachter gesucht, der allen Ernstes sagt, dass sich damit Terroranschläge verhindern lassen.

Claus-Jürgen Göpfert und Georg Leppert berichten für die FR aus dem Römer.

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