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Klinikum Höchst Neues Klinikum wird teurer

Die Kosten für den Neubau des städtischen Krankenhauses in Höchst steigen auf 222 Millionen Euro. Das Geld fließt nicht nur in das Gebäude, sondern auch in Medizintechnik.

Der Neubau wächst und soll Mitte 2019 bezugsfertig sein. Foto: Krankenhaus Höchst

Der Neubau des städtischen Klinikums in Höchst wird deutlich teurer: Am Freitag hat der Magistrat einer Vorlage von Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) zugestimmt, wonach noch einmal 48,9 Millionen Euro investiert werden sollen. Nicht alle diese Millionen sind allerdings für den Neubau bestimmt. So sollen zehn Millionen für die Medizintechnik ausgegeben werden, wie Majer im Gespräch mit der FR erläuterte.

Über acht Millionen Euro werden, soweit auch die Stadtverordneten der Vorlage zustimmen, für die Organisation von Betriebsabläufen und des bevorstehenden Umzugs bereitliegen. Im Neubau können effektivere Arbeitsabläufe entwickelt und umgesetzt werden, die in dem maroden Altbau nicht machbar waren.

In einer groben Schätzung über die Kosten des zweiten Bauabschnitts ist von weiteren 50 Millionen Euro die Rede. Vorgesehen ist der Neubau eines Funktionsgebäudes und der Umbau der jetzigen Notaufnahme, die in den Neubau integriert wird. In den Gebäuden des zweiten Komplexes sollen ein medizinisches Versorgungszentrum, ein ambulantes Operationszentrum, die Apotheke und das Labor unterkommen.

Dieser zweite Bauabschnitt könnte 2021 fertiggestellt werden – vorausgesetzt, die Stadtverordneten stimmen einer schnellen Finanzierung zu. In der jetzt vom Magistrat genehmigten Vorlage sind erst einmal rund vier Millionen Euro enthalten, um die konkreten Baupläne und die Baukosten aufzustellen. In einem dritten Bauabschnitt könnten dann Gebäude für Psychiatrie und Geriatrie entstehen, ergänzt durch eine großzügige Grünfläche.

Auch für diesen Bauabschnitt gibt es bislang keine Finanzierungsgrundlage, aber auch noch keine konkreten Pläne. Mit der Umsetzung kann auch erst dann begonnen werden, wenn der Altbau abgerissen worden ist. Dieser Auftrag wurde bereits an die städtische ABG vergeben, die auf einem Teil des jetzigen Klinikgeländes Wohnungen bauen wird. Nach eigenen Angaben wollte Majer seine Vorlage für das Krankenhaus Höchst unbedingt vor seiner avisierten Wiederwahl am 26. Januar einbringen.

Im Gespräch mit der FR machte der Stadtrat auch keinen Hehl daraus, dass einige Entscheidungen noch offen seien, wie etwa das Schicksal der Psychiatrie, die nun möglicherweise in kommunaler Hand bleibt. Man werde das in Absprache mit den Main-Taunus-Kliniken klären, mit denen sich das Höchster Krankenhaus vor kurzem zu einer gemeinsamen Gesellschaft, den „Kliniken Frankfurt-Main-Taunus“, zusammengeschlossen hat.

Majer bedauerte, dass der Neubau die Stadt nun 222 Millionen statt der ursprünglich angenommenen 199 Millionen kosten wird. Die Differenz erklärt sich vor allem dadurch, dass die Baupreissteigerungen nur bis zum 2014 berechnet worden waren und mit der Vergabe an einen Generalunternehmer aktualisiert werden mussten. Mit dem Generalunternehmer BAM & Bögl sei ein Festpreis vereinbart worden, so dass eine weitere Kostensteigerung weitgehend ausgeschlossen sei. Das Land Hessen beteiligt sich am Neubau in Höchst mit 54,7 Millionen Euro.

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