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Klimaschutz in Frankfurt Für die Umwelt und den Geldbeutel

Das Frankfurter Klimasparbuch 2016 ist da. Darin stecken jede Menge Tipps beispielsweise zu Ernährung und Konsum. Außerdem sind in dem Ratgeber 42 Gutscheine enthalten.

Wer radelt, hat mehr vom Leben. Und die Umwelt profitiert obendrein. Foto: Rolf Oeser

Wie kann ich mich gesund ernähren und zugleich etwas für die Umwelt tun? Bioprodukte kaufen. Und wenn ich keine Zeit für den Einkauf beim Erzeuger habe? Biokiste – „die kommt aus dem Frankfurter Umland direkt zu Ihnen nach Hause und ist nach Ihren Wünschen befüllt“. Den Tipp gibt es im neuen „Klimasparbuch 2016“. Und vieles mehr.

Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) stellte am Donnerstag die neue Ausgabe des Ratgebers vor, den das städtische Energiereferat und der Verein Oekom jährlich herausgeben. „Mit dem Klimasparbuch können Sie auch beim Einkauf oder im Verkehr etwas für die Umwelt tun“, wirbt sie im Vorwort. „Ich lade Sie herzlich ein, sich an der Umgestaltung Frankfurts zu einer klimafreundlichen, nachhaltigen Stadt zu beteiligen.“

Paten begleiten einzelne Themen: Kerstin Junghans vom Hotel- und Gaststättenverband steht fürs gesunde Essen und Genießen. Jutta Gelbrich von der Verbraucherzentrale ist die Expertin fürs bewusste Leben und Konsumieren. Die Leiterin des Energiereferats, Wiebke Fiebig, weiß, wie man nachhaltig im Alltag unterwegs ist. HR-Wetterfrosch Thomas Ranft ist der richtige Ansprechpartner fürs grüne und schönere Wohnen. Und die Mainova entsendet Norbert Breidenbach als Paten fürs ökologische Bauen und Renovieren.

Aber was steckt drin im hosentaschenformatigen Ratgeber? Etwa die „zehn wirkungsvollsten Klimatipps“. Die Top drei: zu einem Ökostromanbieter wechseln; nur notwendige Dinge kaufen, die wenig Energie verbrauchen; das Auto häufiger stehen lassen, mit Rad, Bus und Bahn fahren.

Beim Radeln Geld sparen

Natürlich nutzt das Energiereferat die Gelegenheit, über den „Masterplan 100% Klimaschutz“ zu informieren, mit dem die Stadt sich bis 2050 komplett auf erneuerbare Energiequellen umstellen will. Praktisch: Der Saisonkalender zeigt, welches Obst und Gemüse zu welcher Jahreszeit in der Region frisch und klimaschonend zu haben ist. Hilfreich: Die Artikel enthalten oft weiterführende Links, etwa zum Blog frankfurter-beete.de, Sammelpunkt für alles, was mit dem Gärtnern in der Stadt zu tun hat.

Wer hätte das gedacht: Ein Laptop statt eines Personal Computers spart jedes Jahr 50 Euro und 140 Kilogramm Kohlendioxid, weil das Gerät viel weniger Strom verbraucht. Kein Geld, aber viel CO2 und noch viel mehr Gesundheit bei Textilarbeitern in Entwicklungsländern spart es, wenn man fair produzierte Kleidung kauft. Auch das ist im Klimaratgeber zu lesen. Wer sich je mit den Lebensbedingungen dieser Arbeiter beschäftigt hat, wird jeden Cent für sinnvoll halten, den die faire Kleidung teurer ist. Kann man sich allerdings nicht jede Woche leisten, so ein T-Shirt für 45 Euro.

Richtig Geld lässt sich dagegen beim Radeln sparen – und CO2 natürlich auch. Das Klimasparbuch nennt viele solcher Beispiele. Es lohnt sich aber nicht nur deshalb, sondern es zieht seine Beliebtheit auch aus den Gutscheinen im hinteren Teil. 42 Stück sind es diesmal: Vom Bioladen bis zum Haussanierer laden Unternehmen mit Gratisangeboten und Rabatten zu sich ein.

Klimasparbuch Frankfurt 2016, Oekom-Verlag, 112 Seiten, 42 Gutscheine, 4,95 Euro. Der Ratgeber ist im Buchhandel erhältlich und bei der Bürgerberatung, Römerberg 32.

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