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Kinofilm "Mädchensport" Bruno Ganz dreht in Frankfurt

In seinem neuen Film "Mädchensport" spielt Bruno Ganz einen zynischen Reitlehrer. Gedreht wird in Frankreich und Frankfurt - auf der Veranstaltung der Dressur- und Springreiter.

17.12.2010 23:03
Alina-Louise Kramer
Bruno Ganz im Dezember 2010 bei den European Film Awards in Tallinn, Estland. Foto: dpa

Bruno Ganz hat es eilig. Zum Pressegespräch am Rande des Internationalen Festhallen Reitturniers tritt er nur kurz vor die Kamera. Zeit, ein paar Walnüsse zu knacken ist, dann muss er wieder los, „das Licht nutzen“.

Die Veranstaltung der Dressur- und Springreiter dient als Kulisse für Ganz’ neuen Film "Mädchensport". Angst um seine Gesundheit müssen die Fans aber nicht haben. In der Szene, in der Ganz’ Filmfigur, der zynische Reitlehrer Franz Mann, auf dem Hohen Ross sitzt, wird er von Dressurprofi Matthias Rath gedoubelt.

Schließlich hat Franz Mann seine Leidenschaft für das Dressurreiten schon tief in sich vergraben. Eine Gestütsbesitzerin hält ihn als Liebhaber an der langen Leine und nutzt sein Gespür für für wertvolle Pferde aus. Die alternde Trainerlegende kommt erst wieder in Schwung, als sie sich der charakterlich schwierigen, aber hoch talentierten Tochter eines Normannischen Bauern annimmt.

Deutsch-französische Kooperation

Der Film der Produzentin Hanneke van der Tas ist eine deutsch-französische Koproduktion, gedreht wurde hauptsächlich in Frankreich. In Frankfurt ist die Crew rund um Regisseurin Patrizia Mazuy nur während des Reitturniers vom 17. bis 19. Dezember. Immerhin hat die Mainmetropole aber eine Schlüsselrolle im Film. Hier gelingt es der Hauptfigur Graciuese, gespielt von Marina Hands, den Trainer von ihrem Talent zu überzeugen – zumindest wird es für den Zuschauer so aussehen, wenn der Film Ende 2011 ins Kino kommt.

Tatsächlich wurden die Räumlichkeiten für die Innendrehs in Frankreich nachgebaut. In Frankfurt kann man nur beobachten, wie Gracieuse versucht, auf das hermetisch abgeriegelte Festhallengelände zu kommen. „Doch die Securitymänner sind gut“, verspricht die Produzentin.

Nicht so gut ist, dass der Film im Sommer spielt. Bei den Außenaufnahmen aus Frankreich sind begrünte Bäume zu sehen. „Der Schnee ist eine große Katastrophe“, gibt die Produzentin zu. Da die Dreharbeiten aber nicht den Ablauf des Turniers stören dürfen, müssen die Aufnahmen schnell in den Kasten. Die Ausschnitte würden einfach etwas kleiner.

Nur am Samstagabend wird das Programm kurz gestört. Isabel Karajan, die die Rivalin der Protagonistin gibt, reitet in die Halle ein. Wie Hands wird sie bei den Reitszenen nicht gedoubelt. Auch das Publikum ist ganz real – die Reitsportkundigen sollen möglichst authentisch wirken.

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