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Kinder-Uni in Frankfurt Erbarmen, die kleinen Studierenden kommen

Achtung! Am 4. Oktober beginnt die Kinder-Uni: 11.000 Schüler und Schülerinnen stürmen den großen Hörsaal der Frankfurter Goethe-Universität.

Die Kinder-Uni der Goethe-Universität ist bei Kindern und Eltern beliebt. Foto: Christoph Boeckheler

Wer diese Woche abends etwa durch Bockenheim lief, konnte noch die Grillen zirpen hören, dieses typisch sommerliche Naturgeräusch – mitten im Herbst, mitten in der Stadt. Und es wird nicht das letzte Mal gewesen sein, denn am Dienstag können wir schon wieder „live erleben, wie die Männchen um ein Revier kämpfen und mit Zirplauten um die Weibchen werben“. Verspricht jedenfalls die Kinder-Uni, die am 4. Oktober beginnt.

Vier Tage lang können Acht- bis Zwölfjährige dann Studierende sein und die Universität besuchen, dieses riesige Gelände mit den vielen Häusern und Klassenzimmern, viel größer als in der Schule. Zum 14. Mal schon öffnet die Goethe-Uni ihren Audimax für den Nachwuchs. „Ziel ist es, auf Wissenschaft neugierig zu machen und Kindern einen Eindruck vom Uni-Leben im Hörsaal und in der Mensa zu vermitteln“, beschreiben die Macherinnen Ulrike Jaspers und Anne Hardy.

Dabei helfen gleich zum Auftakt die Grillen mit. „Willst Du mit mir gehen?“ heißt die Vorlesung des Biologen Christian Dietz über das Liebesleben der zirpenden Wesen.

Tags darauf geht es ums Teilen und Verteilen, wenn der Wirtschaftswissenschaftler Lars Pilz und sein Kollege Christian Kolbe in ihrer Vorlesung fragen: „Das ist doch total ungerecht – oder?“ Schuldezernentin Sylvia Weber (SPD) diskutiert danach mit fünf Frankfurter Schulklassen über Gerechtigkeit.

In den Süden geht es am Donnerstag: Die Forscherinnen Karen Hahn und Julia Krohmer nehmen ihre jungen Zuhörer mit auf eine Reise in die afrikanische Savanne und führen vor, wie die Bewohner der Gegend aus Pflanzen alles herstellen, was sie brauchen: Essen, Arzneimittel, Werkzeug und sogar Musikinstrumente. Am Freitag schließlich heißt es „Von Klicklauten, Zungenbrechern und Schnörkelschriften“. Dann können die Kinder erfahren, wie die verschiedenen Sprachen der Welt klingen, wie sie geschrieben und gelesen werden. Erstmals hat dafür ein Team von Studierenden eine Kinder-Uni-Vorlesung gestaltet, zusammen mit der Sprachforscherin Jolanta Gelumbeckaite aus Litauen.

Insgesamt werden 11 000 Kinder erwartet. Die Vormittage sind ausgebucht – mehr als 320 Klassen aus Südhessen kommen in den Hörsaal. Nachmittags um 16 Uhr laufen die Vorlesungen ein weiteres Mal; dann sind alle Kinder zwischen acht und zwölf Jahren ohne Anmeldung eingeladen und dürfen einen Erwachsenen mitbringen. Außerdem gibt es wieder „Studentenausweise“ für die Schülerinnen und Schüler, ein Quiz, Buchpreise und Kinder-Uni-T-Shirts.

www.kinderuni.uni-frankfurt.de

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