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Kinder in Frankfurt Kleine Forscher im Stadtwald

Die Stadt Frankfurt stellt ihr diesjähriges Grüngürtel-Programm vor. 87 Mal können Kinder und Jugendliche an Lernstationen im Grün interessante Dinge über Tier und Pflanzen erfahren und vor allem viel selbst machen.

18.02.2016 18:28
Tanja Andres
Mit Hingabe werkeln die Kinder im Freien. Foto: Peter Jülich

Die 24 Kinder der 1b der Ebelfeldschule aus Praunheim waren begeistert. Der Versuch zum Thema „Wald und Energie“, der sich am Donnerstagmorgen in der Waldschule des Stadtwalds abspielte, zeigte den Kindern, wie Bäume Energie gewinnen und welchen Nutzen diese für Menschen haben kann.

An einer Schnitzstation bearbeiteten die Schüler Äste, so dass sie sich im Anschluss im Lagerfeuer zu Kohlestiften verwandelten. Das Ergebnis waren ein wohliges Feuer, an dem die Kinder die frei werdende Energie spüren konnten, und die durchs Verbrennen entstandene Kohle. Mithilfe der Kohlestifte erwuchs daraufhin ein Wald von Kohlebäumen auf einem großen Plakat.

Inmitten dieses regen Treibens stellte Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne) das aktuelle Grüngürtel-Bildungsprogramm „Entdecken, Forschen und Lernen 2016“ der Stadt vor. Umweltbildung sei für Kinder enorm wichtig, sagte Majer und fragte die Schüler nach ihren Erfahrungen in der Natur. Viele der Kinder erzählten, dass sie bisher selten im Wald unterwegs waren, aber jetzt nach dem Projekt öfter in den Wald gehen möchten.

Das Bildungsprogramm „Entdecken, Forschen und Lernen“ für Schulen und Kindertageseinrichtungen ist seit 2003 ein Projekt der Stadt und des Vereins Umweltlernen. Im vorigen Jahr nutzten rund 6000 Schülerinnen und Schüler das Angebot der sechs Lernstationen des Grüngürtels. Diesmal umfasst das Programm 87 Angebote an den unterschiedlichen Lernstationen des Gürtels. Es richtet sich an Kindergartenkinder ab drei Jahren bis hin zu Oberstufenschülern und beinhaltet unter anderem den Bau von kleinen Luftschiffen sowie das Kennenlernen und Beobachten heimischer Tier- und Pflanzenarten. Auch das Projekt „Wald und Energie“, das auf dem Gelände der Waldschule abgehalten wird, gehört zum Programm.

Beim Wald in der Schule

Das zweitägige Projekt ist eigentlich für ältere Jahrgangsstufen vorgesehen und wurde extra an die Erstklässler angepasst. Die Kinder beschäftigten sich bereits am Vortag mit dem Aufbau und der Energiegewinnung des Baumes. „Wir haben zuletzt mit den jüngeren Kindern das Programm ,Wald verzaubern‘ veranstaltet, aber wir sehen nun, dass auch komplexere Themen gut umsetzbar sind“, sagte Kirsten Reichelt-Färber vom Verein Umweltlernen.

Aktuell werden in der Waldschule größtenteils zweite und dritte Klassen unterrichtet. Mehr sei mit der derzeitigen Kapazität einfach nicht zu bewältigen, erzählte Andrea Hartung, die Verwalterin der Grüngürtel-Waldschule. Die in die Jahre gekommene Waldschule warte schon seit Längerem auf notwendige Modernisierungen, um dem riesigen Interesse nachkommen zu können. Dieses Jahr feiert die Stadt das 25-jährige Bestehen des Grüngürtels. Das Programm anlässlich dieses Jubiläums wird wahrscheinlich Ende März veröffentlicht.

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