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Jutta Ditfurth Gut, dass Bosbach nicht im Stadtparlament sitzt

Wenn der CDU-Grande Wolfgang Bosbach im Frankfurter Stadtparlament säße, würde er aus Protest gegen Jutta Ditfurth jede zweite Sitzung verlassen. Eine Kolumne aus dem Römer.

Maischberger
Wolfgang Bosbach und Jutta Ditfurth bei "Maischberger": Gut, dass Bosbach nicht im Stadtparlament sitzt. Foto: dpa

Leppert: Ich mag deine Texte ja sehr. Nur beim Artikel über die Bühnen war mir eine Sache nicht ganz klar. Du schreibst…

Göpfert: Was du da sagst, ist unerträglich. Und unverschämt. Und anmaßend. Ich verlasse die Sendung.

Leppert: Äh… Gibst du jetzt den Bosbach?

Göpfert: Ich habe dir gesagt, was ich mitmache und was nicht. Und das mache ich nicht mit.

Haben Sie es live gesehen, liebe Freundinnen und Freunde der Kommunalpolitik? Jutta Ditfurth bei Maischberger. Unsere Jutta Ditfurth aus dem Römer. Hat Wolfgang Bosbach, den König der Talkshows, aus der Sendung geredet.

Aber mal ganz ehrlich: Was hat sie eigentlich Schlimmes gesagt? Sie hat festgestellt, dass es Polizeiübergriffe gegeben hat, was übrigens direkt vorher im Einspielfilm deutlich zu sehen war. Und sie hat die Taktik der Beamten kritisiert. Nun gut, potenzielle Randalierer aus einer Demo rauszuprügeln und sich dann darüber zu wundern, dass sie halt woanders Stress machen, ist jetzt auch nicht der ganz große Coup.

Jedenfalls ist es gut, dass der Bosbach nicht im Stadtparlament sitzt. Der würde ja aus Protest gegen Ditfurth jede zweite Sitzung verlassen.

Erinnern Sie sich noch, als Ditfurth den FDP Mann Stefan von Wangenheim als „Arschloch“ bezeichnete? Oder als sie Patrick Schenk von der BFF einen „völkischen Rassisten“ nannte? Oder als sie den Namen des Bankiers Hermann Josef Abs auf der Tafel der Ehrenbürger überklebte?

Wie auch immer. So ein Talkshow-Eklat sorgt jedenfalls für mächtig Aufsehen. Deshalb unser Angebot an die Fernsehsender dieser Welt: Die Römerbrief-Schreiber der FR moderieren für Sie kommunalpolitische Gesprächsrunden und sorgen dafür, dass immer einer schimpfend aufsteht und geht. Wie wir das hinkriegen? Hier unsere Ideen:

Wir laden Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) und Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) ein. Weber bekommt eine Karte des Grüngürtels und einen Edding, mit dem sie 16 Schulen in die Grünflächen einzeichnen darf. Heilig verlässt empört die Sendung.

Bernadette Weyland: Spiel ums Übergangsgeld 

Wir laden die Staatssekretärin und OB-Bewerberin Bernadette Weyland (CDU) ein und spielen ein Spiel. Wenn sie es schafft, drei Straßen im Bahnhofsviertel zu nennen, wird sie in den einstweiligen Ruhestand versetzt und darf ihr Übergangsgeld spenden. Wenn nicht, muss sie um Entlassung bitten und verliert alles. Weyland ist das Risiko zu hoch. Sie geht.

Wir laden den OB-Bewerber der wütenden Herzen, Volker Stein, und Ordnungdezernent Markus Frank (CDU) ein. Dann sagen wir nur: „Los“. Anschließend lehnen wir uns zurück und bekommen einen verbalen Boxkampf geboten, bei dem mit Sicherheit einer die Nerven verliert und geht.

Wir laden Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler (CDU) und Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) ein. Siegler entreißt uns die Moderation, weil er sagt, er mache das schließlich beruflich. Anschließend schmeißt er Feldmann aus der Sendung, weil der Oberbürgermeister während der laufenden Debatte das gesamte Studiopublikum mit Handschlag begrüßt und anschließend telefoniert.

Claus-Jürgen Göpfert und Georg Leppert berichten für die Frankfurter Rundschau aus dem Römer.

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