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Justiz in Hessen Frankfurter Gerichtsviertel soll moderner werden

Das Land Hessen will mehr als 130 Millionen Euro in das Frankfurter Gerichtsviertel investieren. An der Ostzeil sollen zwei neue Justizgebäude entstehen.

Gerichtsviertel Frankfurt
Mit zwei neuen Gebäuden C und Z soll das Frankfurter Gerichtsviertel auch für die Zukunft gerüstet sein. Foto: Justizministerium

Frankfurts Justizviertel soll moderner, größer und vermutlich auch schöner werden. An der Ostzeil sollen zwei völlig neue Justizgebäude entstehen, die räumlich zerrissene Staatsanwaltschaft soll zusammenwachsen, und die bislang in Gießen beheimatete Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) soll künftig ebenfalls vom Main aus wirken. Das gaben Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier und Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (beide CDU) am Donnerstagmorgen auf einer Pressekonferenz im Frankfurter Oberlandesgericht bekannt.

Mehr als 130 Millionen Euro will das Land in die Modernisierung des spürbar in die Jahre gekommenen Justizquartiers stecken. Das Justizgebäude C an der Konrad-Adenauer-Straße, in dem derzeit etwa 300 Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft arbeiten, wird abgerissen und komplett neu aufgebaut. Entstehen soll dort ein „Strafrechtsgebäude“, in welchem die Staatsschutzsenate des Oberlandesgerichts, die Staatsschutzkammer des Landgerichts sowie die Staatsanwaltschaft untergebracht werden sollen. Auch die bislang in die Große Friedberger Straße ausgelagerte Abteilung der Staatsanwaltschaft für Wirtschaftskriminalität soll dort eine Heimstatt finden. Mit 16 500 Quadratmetern soll sich die Nutzfläche des alten Gebäudes C mehr als verdoppeln.

Herzstück des neuen Gebäudes aber sollen die beiden neuen Sicherheitssitzungssäle werden. Zum einen will die Justiz damit auf den laut Oberlandesgerichtspräsident Roman Poseck „erheblichen Verfahrensanstieg“ in Sachen Terrorismus reagieren. Zum anderen bietet sich so die Chance, die Visitenkarte des Justizstandorts Frankfurt vorzeigbar zu machen. Die bisherigen Sicherheitssitzungssäle I und II, marode fensterlose Kabuffe mit miserabler Akustik und Direktanschluss an die Fettabsaugung der Gerichtskantine, sind bislang peinliche Bühnen für auch bundesweit beachtete Terrorprozesse. Die neuen Säle sollen nicht nur doppelt so groß sein wie die alten, sondern zudem tageslichtdurchflutet und mit funktionierender Technik ausgestattet.

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