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Islam-Shop in der Stiftstraße Dubioses Mekka-Wasser

Das Wasser soll aus der berühmten Zamzam-Quelle im saudi-arabischen Mekka stammen, der heilende Kräfte zugesprochen werden - doch bis auf weiteres darf es nicht mehr im "Mekka Shop" in der Frankfurter Stiftstraße verkauft werden: Das Ordnungsamt geht einem Betrugsverdacht nach.

Im „Mekka Shop“ gibt es bis auf weiteres kein „Zamzam“-Wasser mehr zu kaufen. Foto: peter-juelich.com

Die großen Körbe am Eingang sind am Montag leer. Bis vor kurzem stapelten sich darin noch Wasserflaschen aus Plastik, die es hier im „Mekka Shop“ in der Stiftstraße zu kaufen gab. Der stolze Preis: 3,50 Euro für einen halben Liter. Doch nun verkaufe er das Wasser mit dem Namen „Zamzam“ nicht mehr, bestätigt der Betreiber des Ladens, der bekannte Frankfurter Salafistenprediger Abdellatif Rouali, der Frankfurter Rundschau. Die Behörden der Stadt hätten ihm das untersagt. Den Grund dafür kenne er nicht, sagt Rouali.

Tatsächlich hat das Ordnungsamt der Stadt das Zamzam-Wasser bereits Mitte Mai genauer unter die Lupe genommen: Wie ein Sprecher des Ordnungsamts der FR am Montag bestätigte, habe man im Mekka Shop gleich mehrere Proben des Wassers genommen, die daraufhin im hessischen Landeslabor untersucht worden seien. Es bestehe der Verdacht, dass der Verkauf des Wassers eine Ordnungswidrigkeit oder sogar eine Straftat darstellen könnte, so der Sprecher. Die Ermittlungen liefen derzeit noch.

Das Wasser soll heilen

Hintergrund der Untersuchungen ist offenbar ein Verdacht auf Betrug: Auf den Zamzam-Flaschen und auf der Facebook-Seite von Roualis Mekka Shop wird behauptet, das Wasser stamme aus der berühmten Zamzam-Quelle im saudi-arabischen Mekka. Dem Wasser aus der Quelle in der Nähe der Kaaba, des zentralen Heiligtums des Islam, werden von gläubigen Muslimen heilende Kräfte zugesprochen. Viele Pilger füllen sich das Wasser daher vor Ort auch ab. Die Flaschen, die Rouali in seinem Laden verkauft hat, gibt es auch in vielen islamischen Onlineshops zu kaufen.

Wie es aus dem Ordnungsamt hieß, würden die Ergebnisse der Wasserproben derzeit ausgewertet. Dem Vernehmen nach könnte sich dadurch auch klären, ob das Wasser tatsächlich aus Mekka stammt. Ein Verdacht, das Wasser könne gesundheitsschädlich sein, habe sich jedenfalls nicht bestätigt. Ein Verbot, das Zamzam-Wasser weiter zu verkaufen, ergebe sich aus den derzeitigen Ermittlungen aber nicht, sagte der Sprecher des Ordnungsamts.

Abdellatif Rouali sagte der FR, er sei sich sicher, dass das von ihm verkaufte Wasser aus Mekka stamme. Ansonsten wollte er zu den Ermittlungen nichts sagen: „Wir warten ab, was herauskommt.“ Auf seiner privaten Facebook-Seite teilte er unterdessen ein Pressefoto, das ihn und einige Anhänger bei einem Szenetreffen am vergangenen Sonntag zeigt. Rund 40 Salafisten hatten sich unter Beobachtung der Polizei am Nidda-Ufer getroffen.

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