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Integration in Frankfurt FDP spottet über „Respekt“-Plakate

Mit der Kampagne „Frankfurt zeigt Respekt“ fordert die Stadt Achtung für alle Menschen ein. Die FDP jedoch nennt die Aktion „niveaulos und misslungen“.

Integration in Frankfurt
„Frankfurt zeigt Respekt“, so die Kampagne. Foto: Christoph Boeckheler

Die von der Stadt und dem Präventionsrat initiierte Kampagne „Frankfurt zeigt Respekt“ stößt auf Kritik. Die FDP im Römer nannte die Plakataktion „niveaulos und misslungen“. Auch die Linke hatte sich zuletzt irritiert gezeigt.

Seit Mitte April hängen an Litfaßsäulen im Stadtgebiet Plakate mit Zeichnungen von Menschen. Sie sollen etwa einen homosexuellen Mann, eine Muslima oder einen Polizisten darstellen. Die Botschaft kommt in Textzeilen auf dem Plakat daher: Egal, ob jemand homo- oder heterosexuell ist, egal, an welchen Gott er glaubt, egal, ob er Uniform trägt und im Alltag auch mal Strafzettel verteilen muss – jeder Mensch verdient Respekt.

„Freddie-Mercury-Verschnitt mit Bart und Ohrring“

Die FDP findet nun harsche Worte für die Kampagne. Zwar sei die Zielsetzung begrüßenswert, die Plakate arbeiteten aber „mit Klischees, Stereotypen und einfach strukturierten Bildern, die, statt den Schutz bestimmter sozialer Gruppen zu gewährleisten, diese letztlich der Lächerlichkeit preisgeben“. So wirke etwa das Plakat gegen Homophobie wie ein „Freddie-Mercury-Verschnitt mit Bart und Ohrring“. Diese Darstellung entspräche womöglich „der Vorstellung des deutschen Kleinbürgers von homosexuellen Männern, erfasst aber nicht die Lebenswirklichkeit“.

In einem anderen Fall sei die Zeichnung des Frauenbildes „geradezu reaktionär“. Die Freidemokraten fordern deshalb in einem Antrag an die Stadtverordnetenversammlung, die Aktion zu beenden und mit neuen Motiven, die von einer anderen Agentur entworfen werden, fortzusetzen.

Bereits am Montag hatte sich der Ausschuss für Recht und Sicherheit der Stadtverordneten mit der Kampagne beschäftigt. Die Abgeordnete Pearl Hahn (Linke) hatte insbesondere das Plakat gegen Homophobie kritisiert und bemängelt, dass darauf ein Mann abgebildet sei. So hätten es weibliche Homosexuelle oft schwerer, Respekt zu erhalten, als männliche.

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