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Institut für Stadtbaukunst Prominente Werberin

Annette Kulenkampff, die frühere Managerin der Documenta, führt jetzt das Institut für Stadtbaukunst, das Architekt Christoph Mäckler gegründet hat.

Annette Kulenkampff
Annette Kulenkampff, Ex-Geschäftsführerin der Documenta, hat jetzt eine neue Aufgabe in Frankfurt. Foto: dpa

Es ist ein kleiner Coup. Architekt Christoph Mäckler hat für das von ihm gegründete Deutsche Institut für Stadtbaukunst eine prominente Geschäftsführerin engagiert. Annette Kulenkampff, die für die Geschäftsführung der Documenta 14 zuständig war, ist von Kassel nach Frankfurt gekommen.

Ihre Aufgabe soll es jetzt sein, das Institut für Stadtbaukunst „außerhalb der Fachwelt weiter zu vernetzen und gesellschaftlich zu etablieren“, wie Mäckler sagte. Kulenkampff werde das Institut in Frankfurt „organisatorisch neu aufbauen und leiten.“

Kulenkampff kehrt mit dieser neuen Herausforderung nach Frankfurt zurück. Sie hatte an der Goethe-Universität studiert und hatte danach von 1981 bis 1989 eine Galerie in Frankfurt geführt. Später war sie unter anderem Geschäftsführerin des Hatje-Cantz-Verlages und Vorsitzende des Württembergischen Kunstvereins in Stuttgart. 2013 hatte sie dann die Geschäftsführung der Documenta übernommen, die 2017 mit einem Millionendefizit endete.

Kulenkampff hatte bereits im März 2017 öffentlich beklagt, die Kunstausstellung sei grundsätzlich unterfinanziert. Im Sommer vergangenen Jahres sagte sie dann, jeder Cent des Defizits könne belegt und nachvollzogen werden. Zuletzt waren im Juli 2017 rund sieben Millionen Euro als Fehlbetrag genannt worden. Gegen Kulenkampff persönlich gerichtete Vorwürfe der Misswirtschaft gab es nicht.

Die 61-Jährige sagte am Montag im Gespräch mit der FR, das Thema sei „im Prinzip“ für sie abgeschlossen. Sie sei Ende Mai bei der Documenta GmbH ausgeschieden. Ein endgültiger wirtschaftlicher Abschluss für die Documenta 14 liege noch nicht vor.

Für das Themenfeld Stadtplanung und Architektur sieht die Kunsthistorikerin „ein großes Potenzial“. Sie will das Deutsche Institut für Stadtbaukunst, das Mäckler an der Technischen Universität Dortmund gegründet hatte, mit einem deutschlandweiten Anspruch bekanntmachen. Mittel dazu könnten Führungen, Workshops, Diskussionen sein.

„Ich habe den Ehrgeiz, alle großen deutschen Städte mit einzubeziehen und auch Veranstaltungen in Berlin zu organisieren“, sagte die Kulturmanagerin. Der Hauptsitz des Instituts soll künftig Frankfurt sein.

Kulenkampff ist zunächst im Architekturbüro von Christoph Mäckler, Schaumainkai 101, untergebracht. Das Institut soll jetzt aber durch drei Assistenz-Stellen personell wachsen. Im Oktober werde auch Geschäftsführerin Birgit Roth von Dortmund nach Frankfurt umziehen, sagte Kulenkampff.

Als eine ihrer wichtigen Aufgaben sieht die neue Geschäftsführerin es an, Sponsoren und Mäzene für das Institut zu gewinnen.

„Wir wollen unabhängig von der Politik sein“, ergänzte sie.

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