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Innovationsquartier Kein Kompromiss in Sicht

Bürgerinitiativen lehnen Pläne für das Innovationsquartier trotz Erhalt des Abentuerspielplatzes weiterhin ab.

Der geplanten Bebauung sollte der Abenteuerspielplatz Günthersburg weichen, sein Erhalt ist jetzt gesichert. Foto: peter-juelich.com

Obwohl die Koalition bereit ist, den Kritikern des sogenannten Innovationsquartiers etwas entgegenzukommen, ebbt der Widerstand gegen die Bebauung des Areals im Nordend nicht ab. Zwar erhielt Planungsdezernent Mike Josef (SPD) am Montag im Planungsausschuss sogar Beifall, als er versprach, dass der Abenteuerspielplatz am bisherigen Standort erhalten bleibt. Deutlich wurde aber auch, dass der Großteil der fast 80 Bürger, die zur Fragestunde vor der Sitzung gekommen war, am Widerstand gegen das Vorhaben festhält.

1500 Wohnungen in dem Gebiet zu errichten, sei zu viel, sagte Hansjörg Brecht von der Bürgerinitiative Grüne Lunge. Wenn man das Areal bebaue, müsse das mit Maß, klima- und umweltschonend geschehen. Brecht hatte nach eigenen Angaben mehr als 8600 Unterschriften von Bürgern dabei, die sich gegen eine Bebauung der „Grünen Lunge“ wenden. Thilo Schwichtenberg von der Bürgerinitiative Cronberger nannte ein Klimagutachten unvereinbar mit der geplanten Bebauung entlang der Friedberger Landstraße.

Klimagutachten in Vorbereitung

Ein weiterer Bürger sagte, die Belastung im Nordend sei ohnehin schon hoch. Das geplante Quartier sei zudem nur im Interesse von Investoren.

Josef verwahrte sich gegen den Vorwurf, Politik für Investoren zu betreiben. Der Widerstand der Bürgerinitiativen gegen eine Bebauung des Quartiers sei nicht repräsentativ. „Nur weil Sie dagegen sind, sind nicht alle Bürger der Stadt dagegen“, sagte er. Neue Wohnungen zu bauen sei schon wichtig, um einer weiteren Verdrängung entgegenzuwirken.

Die Stadt werde die Erkenntnisse aus einem Klimaplanatlas für Frankfurt einbeziehen, der am Donnerstag vorgestellt wird, und Klimagutachten in Auftrag geben, versprach Josef.

Die Entscheidung über die Vorlagen zum Thema verschob das Bündnis erneut. Das geschehe aus Rücksicht auf den Ortsbeirat 3, hieß es. Offenbar haben sich die Bündnispartner aber schlicht noch nicht auf eine Kompromisslösung verständigt.

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