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Infotag an der HfMDK So wird man Musiklehrer

Beim Infotag der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (HfMDK) können künftige Studierende die Angebote rund um ein Lehramtsstudium kennenlernen.

Infotag
Beim Infotag über das Studium Lehramt Musik an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt stellt sich die HfMDK vor. B Foto: Monika Müller

Zweimal im Jahr öffnet der Fachbereich 2 an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt (HfMDK) seine Pforten für all jene, die Musik auf Lehramt studieren möchten – so auch am Samstag. Die Besucher konnten Seminarluft schnuppern, Tipps für den Eignungstest einholen oder das Hochschulgebäude auf eigene Faust erkunden.

Musikalische Menschen aus ganz Deutschland kommen zu dem Infotag in die Eschersheimer Landstraße 29. „Sie reisen aus Aschaffenburg, Trier oder Stuttgart an, um nur drei Beispiele zu nennen“, sagt Koordinatorin Ilka Voigt. Allein für das Vorspielen und Vorsingen hätten sich dieses Mal 55 Teilnehmer angemeldet. Beim Vorspielen trifft je ein potenzieller Bewerber auf einen Dozenten und erhält im Anschluss ein ausführliches Feedback.

Auch Caroline und Raphaela aus Oberbayern haben sich für eine musikalische Präsentation angemeldet. Nervös warten sie im Foyer auf ihren Termin. Beide interessieren sich für Lehramt am Gymnasium (L3). „Wir haben viel Gutes über die Hochschule gehört“, erzählt Raphaela. „Auch die Großstadt reizt uns“, ergänzt Caroline. Die Freundinnen besuchen zurzeit eine Berufsschule für Musik. Sie spielen Geige, Klavier und singen. Gute Voraussetzungen für die HfMDK.

Über die Aufnahmekriterien können sich die angehenden Studenten beim Infotag ebenfalls erkundigen. „Eine gewisse musikalische Vorbildung muss schon gegeben sein“, erklärt Werner Jank, Ausbildungsdirektor und Professor für Musikpädagogik. Jeder Bewerber sollte mindestens ein Instrument beherrschen, Akkorde bilden können und ihre Prinzipien verstehen.

„Darüber hinaus sind die Voraussetzungen sehr individuell“, sagt Jank. Ein Musik-Leistungskurs in der Schule, privater Musikunterricht oder Vorbereitungskurse speziell für den Wahlstudiengang können von Vorteil sein. Für den Schwerpunkt Pop und Jazz sei es sinnvoll, Band-Erfahrung mitzubringen. „Letztlich kann aber jeder zum Vorspielen kommen. Wir testen die Bewerber live“, erklärt Jank. Wer angenommen wird, muss wie bei jedem Lehramtsstudium ein oder beim Gymnasium zwei weitere Fächer wählen. Das setzt zusätzlich die Immatrikulation an einer hessischen Universität voraus. Auch vorsingen muss man. „Hier ist vor allem eine gesunde Stimme wichtig, ihre Ausbildung kann später erfolgen.“ Zurzeit sucht die Hochschule händeringend Grundschullehrer. „In den letzten Semestern gab es mehr freie Studienplätze als Bewerber“, sagt Jank

Bei Ralph Abelein, Professor für Schulpraktisches Instrumentalspiel, erfahren die Anwärter, dass beim Vorspielen aus den Genres Pop, Volksspiel, Choral, Latin und Jazz zwei auszuwählen sind. Im jeweiligen Schwerpunkt wird dann aus je drei Liedern eines vorgegeben, das der Bewerber in einer bestimmten Tonart vorspielen muss. Der Ablauf sei locker, verspricht Abelein. „Die Prüfungskommission singt sogar mit.“

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