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Informationstechnologie IT im Blut

Das Amt für Informations- und Kommunikationstechnik bekommt eine neue Leiterin. Von Januar an übernimmt Sandra Rösner die Position. Informationstechnologie liegt bei ihr in der Familie.

Sandra Rösner arbeitet seit 20 Jahren in der IT-Verwaltung. Foto: christoph boeckheler*

Das Amt für Informations- und Kommunikationstechnik bekommt eine neue Leiterin. Von Januar an übernimmt Sandra Rösner die Position. Sie folgt auf Gerhard Landmann, der im Mai in den Ruhestand verabschiedet worden war. Roland Berlauer und Klaus-Dieter Altschaffner, ihr Vize, geben die kommissarische Leitung ab.

Informationstechnologie liegt bei Sandra Rösner in der Familie. Schon ihr Vater war ITler. Die 1967 geborene Eppsteinerin studierte Betriebswirtschaftlehre und Lehramt in einer Zeit, als die PCs groß in Mode kamen. Sie setzte sich mit der neuen Technologie auseinander, lernte eine Programmiersprache.

Seit 20 Jahren arbeitet Rösner in der IT-Verwaltung – in den vergangenen zwölf Jahren beim Reisekonzern Thomas Cook in Oberursel. Dort baute sie die IT-Infrastruktur auf: Server, Applikationen, Intranet. Die Abteilung, die sie leitete, hat 160 Mitarbeiter. So viele wie das Amt für Informationstechnologie.

In ihrer Heimatstadt Eppstein, in der die verheiratete Frau mit den zwei Söhnen wohnen bleiben will, ist sie in der CDU aktiv. Ihr neuer Chef ist IT-Dezernent Jan Schneider (CDU). Ob das Parteibuch geholfen hat? „Das weiß ich nicht“, sagt sie. Sie habe sich auf die Anzeige hin beworben, wie 60 andere auch. Ein Auswahlverfahren mit zweitägigem Assessment Center folgte. Beurteilt wurde sie von Verwaltungsvertretern und einer externen Personalberatung.

Umstellung von ISDN auf Voice over IP

Zur CDU in Eppstein kam Rösner über Umwege. Als ihr zweiter Sohn vor zehn Jahren zur Welt kam, suchte die Familie eine Kinderbetreuung. Eine Kita in Eppstein gab es nicht, eine Tagesmutter zu finden war schwierig. Gemeinsam mit anderen Eltern, die ein Betreuungsproblem hatten, gründete sie eine Initiative für eine Kinderkrippe. Ein Designer entwarf die Flyer, eine Steuerprüferin besorgte die Buchhaltung. Die Diplomkauffrau Rösner, die auch auf Lehramt studiert hatte, schrieb das pädagogische Konzept. Ein halbes Jahr später hatte das Jugendamt die Krippe für Kinder von drei Monaten bis drei Jahren genehmigt. Alle Plätze waren nach vier Wochen weg.

„Aus der CDU kamen anfangs nicht nur freundliche Töne“, sagt sie. Konservative setzten sich nach wie vor dafür ein, dass Kinder in den ersten drei Jahren bei ihren Eltern bleiben. Dafür gibt es Betreuungsgeld vom Staat. „Aber Meinungen können sich ändern“, meint Rösner. Durch den Kontakt der Elterninitiative mit der Lokalpolitik kam sie zu den Christdemokraten. Heute ist sie im Vorstand des CDU-Stadtverbands.

In Eppstein kennt Rösner die Abläufe und ungeschriebenen Gesetze. Als neue Amtsleiterin will sie herausfinden, „wie das Amt tickt, welche Spielregeln gelten“, will zuschauen, zuhören, kooperativ sein, sich nicht zu früh festlegen. Den Umzug von städtischen Servern ins Rechenzentrum an der Zanderstraße soll sie vorantreiben. Bürger und Firmen sollen bald Unterlagen und Dokumente online beantragen können. Um Geld zu sparen, soll das Amt für Informationstechnologie künftig alle IT-Geräte wie Handys, Rechner und Drucker zentral einkaufen.

Die größte Aufgabe ist aber das Umstellen von 18 000 städtischen Telefonen von ISDN auf Voice over IP. Im Doppelhaushalt 2015/2016 sind dafür 5,7 Millionen Euro vorgesehen. Bis 2018 sollen die neuen Apparate eingerichtet sein. Am besten ohne Telefonausfälle.

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