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IGS Nordend Hoffen auf den sozialen Druck

Die abgesetzte Köchin der IGS Nordend, Sandra Beimfohr, reicht Bieterrüge gegen die Entscheidung der Stadt ein. Eltern und Schule planen eine Protestaktion im Bildungsausschuss.

Schüler der IGS fordern ?IGS für gutes Essen? und ?Mensa retten? bei einer Protestaktion am Römer.

Köchin Sandra Beimfohr hat Bieterrüge gegen die Entscheidung der Stadt eingereicht. Beimfohr hatte mit ihrer Firma Cantina Buen Barrio bei einer Ausschreibung für die Bewirtung der IGS Nordend gegen den Groß-Caterer Sodexo verloren. Sie plant auch eine Beschwerde bei der Vergabekammer. „Wahrscheinlich hilft das nichts, aber es verschafft uns Zeit, weil das Verfahren gestoppt ist“, sagt Beimfohr. Das Ziel sei gewesen, die für den 4. April geplante Unterschrift zwischen Stadt und Sodexo zu verhindern – das habe man geschafft.

Beimfohr bewirtet die Mensa der IGS seit rund zehn Jahren. Die Schulgemeinschaft reagierte empört auf den angekündigten Wechsel im Sommer. Protestplakate, eine Social-Media-Kampagne und eine Protestaktion am Römer wurden von Schule, Schülern und Eltern gestartet. „Frau Beimfohr ist Teil der Schulgemeinde und hat zur Entwicklung der IGS beigetragen“, hatte Schulleiter Uwe Gehrmann gesagt. Beimfohr war in Schulaktivitäten eingebunden und ging individuell auf Wünsche ein.

In der vergangenen Woche überreichte der Schulelternbeirat 180 E-Mails an Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD). Darin hatten Eltern angekündigt, ihre Kinder nicht mehr in der Mensa essen zu lassen. „Ich hoffe, dass durch den sozialen Druck etwas passiert“, sagt Beimfohr. Sie wünscht sich eine Ausschreibung mit neuen Kriterien, die stärker auf Wünsche der Schulgemeinde eingeht.

Stephanie Dietmann, Vorsitzende des Schulelternbeirats, wird nach den Osterferien weiter mobil machen. Am Dienstag treffen sich die Beteiligten, am Montag darauf werden sie im Bildungsausschuss vorsprechen. Die Linke im Römer hat einen Antrag eingebracht. Sie fordert, die Verhandlungen zu beenden und Cantina Buen Barrio einen neuen Vertrag anzubieten.

„Wir wollen unseren Protest verlagern“, sagt Dietmann. Gerne würde sie mit der Stadt an neuen Vergabekriterien arbeiten. „Diese müssen sich stärker an den Bedürfnissen der Schulen orientieren“, sagt sie, „die pädagogische und soziale Qualität der Mensa als großem Teil der Nachmittagsbetreuung ist wichtig.“ 

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