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IGS in Frankfurt Neue Gesamtschule findet Bleibe

Die Schülerzahlen in Frankfurt wachsen rasant, jedes Jahr müssen Schulen eröffnen. Für die geplante integrierte Gesamtschule ist nun ein Standort gefunden. Ein vorübergehender.

Karl-Oppermann-Schule
Im Gebäude der Karl-Oppermann-Schule findet die IGS eine Heimat – vorübergehend. Foto: peter-juelich.com

Der Frankfurter Westen erhält eine integrierte Gesamtschule (IGS). Zum nächsten Schuljahr geht sie im Gebäude der Karl-Oppermann-Schule in Unterliederbach an den Start. Den Standort hat am Freitag der Magistrat beschlossen. Allerdings werden die Schüler der neuen IGS ein wenig Gebäude-Hopping betreiben müssen: Nach einem, spätestens zwei Jahren zieht die Schule in die Container an der Palleskestraße in Höchst, die das Gymnasium Nied noch bis 2019 nutzt. Irgendwann soll die IGS dann an ihren endgültigen Standort umsiedeln – der bisher noch nicht gefunden ist. „Er soll aber auch im Westen liegen“, sagt Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD).

Das Gebäude in Unterliederbach wird frei, weil die Oppermann-Schule dann keine Schüler mehr hat. Die Förderschule läuft aus, zurück bleibt nur das Beratungs- und Förderzentrum, dessen Lehrer den Unterricht an inklusiv arbeitenden Schulen unterstützen. Die 80 Mitarbeiter ziehen in eine Liegenschaft nahe des Bahnhofs Höchst. Eigentlich sollte in dem Gebäude an der Gotenstraße eine Grundschule eröffnen. „Deren Start wird nun verzögert“, sagt Weber. Dafür würde die Karl-von-Ibell-Grundschule in Unterliederbach mit Containern erweitert.

Denn die IGS wird im Westen benötigt: Die IGS West in Höchst hatte in diesem Jahr doppelt so viele Anmeldungen wie Plätze. Rund 100 Schüler wird nun die neue IGS aufnehmen können. Allerdings werden kleinere Klassen als üblich gebildet, da die Räume der Förderschule nicht groß genug für 27 Kinder sind. Zunächst soll es fünf Klassen mit jeweils 20 Kindern geben.

Nicht nur die IGS eröffnet im Sommer, auch ein Gymnasium am Römerhof. Es wird 162 Plätze im Jahrgang haben, auch dort werden kleinere Klassen mit 27 statt 30 Kindern gebildet. Denn die Schule erhält die Container der Neuen Gymnasialen Oberstufe auf dem Riedberg, die wiederum im April in die Voltastraße nach Bockenheim zieht.

Schülerzahlen steigen rasant

Die Schulen müssen geschaffen werden, weil die Schülerzahlen rasant steigen. Rund 5600 Kinder werden nächstes Jahr auf die weiterführenden Schulen wechseln – und da sind Seiteneinsteiger und inklusiv beschulte Kinder noch nicht einbezogen. Insgesamt rechnet die Stadt mit 300 Kindern mehr im Übergang als im vergangenen Jahr.

Erst 2017 hat Weber den Schulentwicklungsplan aktualisiert – und die Eröffnung der IGS für 2019 vorgesehen. „Aufgrund der aktuellen Zahlen müssen wir sie aber vorziehen“, sagt Weber. Künftig soll der Plan jedes Jahr aktualisiert werden. Ein besonderes Augenmerk will Weber dabei auf Real- und Gesamtschulen legen. „Denn vor allem dort werden Kinder aus Intensivklassen und Schüler im Rahmen der Inklusion aufgenommen“, sagt Weber. „Diese Schulformen müssen wir daher gut unterstützen.“

Planungsgruppen entwickeln derzeit ein Grundprofil für Gymnasium und IGS. Anfang 2018 könne „mit einem Grobkonzept aufgewartet werden“, sagt Wolfgang Kreher, Leiter des Staatlichen Schulamtes. Damit die Eltern vor ihrer Entscheidung für eine weiterführende Schule Anfang März wissen, welche Konzepte hinter den Schulen stehen.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Schulen in Frankfurt

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