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Ignatz-Bubis-Preis Ehrung für Steinmeier

Der scheidende Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) erhält den Ignatz-Bubis-Preis. Laudator in der Paulskirche ist am 10. Januar der Grüne Tom Koenigs.

2012 war Frank-Walter Steinmeier zum OB-Wahlkampf zu Gast auf der Frankfurter Zeil. Foto: Andreas Arnold

Mit einem politischen Coup wartete die Frankfurter Stadtregierung am Freitag auf. Der Ignatz-Bubis-Preis für Verständigung wird an den scheidenden Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) verliehen. Der designierte Bundespräsident kommt am 10. Januar in die Paulskirche, um dort die Auszeichnung entgegenzunehmen.

Laudator wird der scheidende Bundestagsabgeordnete und frühere Frankfurter Stadtkämmerer Tom Koenigs (Grüne) sein. Der 71-jährige Koenigs war Vorsitzender des Menschenrechtsausschusses des Deutschen Bundestages und viele Jahre Beauftragter der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe. Der 60-jährige Steinmeier wurde von einem Kuratorium vorgeschlagen, dem auch der OB angehört. Der Bundesaußenminister und der Abgeordnete der Grünen arbeiten seit Jahren eng zusammen und haben gemeinsam etliche diplomatische Missionen absolviert. Die beiden duzen sich. Zuletzt war Koenigs in Kolumbien im Auftrag Steinmeiers als Vermittler im Friedensprozess zwischen Farc-Rebellen und Regierung im Einsatz.

„Uns verbindet politisch viel“, sagte Koenigs am Freitagnachmittag der FR. Der Außenminister habe stets „viel Vertrauen“ in ihn als Diplomaten gesetzt. „Er ist generös“, fügte der Grüne hinzu.

OB Peter Feldmann (SPD) nannte die Entscheidung für Steinmeier eine „hervorragende Wahl“. Steinmeier trage mit seinem Einsatz für Menschenrechte, Freiheit und Gerechtigkeit und seinem Wirken für die Völkerverständigung zu einer friedlicheren Welt bei. Damit führe er das Streben von Bubis zum Aufbau einer weltoffenen und toleranten Staatengemeinschaft fort.

Bubis hatte von 1992 bis zu seinem Tod 1999 den Zentralrat der Juden in Deutschland geführt. Er hatte seit 1956 in Frankfurt gelebt und war Immobilienkaufmann gewesen. Die Stadt ehrt mit dem nach Bubis benannten Preis sein Lebenswerk. Der Preis wird seit dem Jahre 2001 verliehen und ist mit 50 000 Euro dotiert.

Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in Frankfurt, Salomon Korn, äußerte sich sehr positiv zur geplanten Preisverleihung. Steinmeier sei „ein aufrichtiger, glaubwürdiger und besonnener Politiker“. Er bringe alle Voraussetzungen mit, ein herausragender Bundespräsident zu werden.

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