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IAA in Frankfurt Merkel: Ältere Autos von der Straße nehmen

6. Update Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hebt bei Besuch der IAA in Frankfurt Bedeutung der Autoindustrie hervor +++ Ministerpräsident Bouffier: Autobranche steht unter Dauerfeuer +++ Die IAA-Eröffnung in der Nachlese.

IAA
Daimler-Vorstandsvorsitzender Dieter Zetsche von links nach rechts), Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), VDA-Präsident Matthias Wissmann und Sheryl Sandberg, COO von Facebook, sitzen bei der Eröffnungsfeier der Internationalen Automobil-Ausstellung IAA in der ersten Reihe. Foto: Frank Rumpenhorst (dpa)

11.50 Uhr: Mercedes hat offenbar ganz andere Vorstellungen von automobiler Zukunft als Merkel und Co. So präsentieren sie den "Project One", die seriennahe Studie eines F1-Renners für den Straßenverkehr. Das Auto hat einen 1,6 Liter Benzinmotor sowie Elektroantrieb. Über 1000 PS, in weniger als 6 Sekunden auf Tempo 200 (!). Dass der elektrische Antrieb immerhin für 25 Kilometer Reichweite sorgt, ist natürlich sehr praxisnah. Ein Preis von knapp 3 Millionen Euro dagegen wird verhindern, dass sich allzu viele Modelle auf die Straßen verirren

11.09 Uhr: Der digitale Fortschritt werde für Deutschland immer wichtiger, so Merkel. Daher müssten Netze ausgebaut werden, um  Geschwindigkeiten zu erhöhen. Die Kanzlerin beendet ihre Rede. Die IAA ist jetzt offiziell eröffnet. Sie wird nun ausgesuchte Stände auf der Messe besuchen.

11.06 Uhr: Die deutsche Automobilindustrie habe immer ihre Wandlungsfähigkeit bewiesen, zeigt sich Merkel zuversichtlich. Die Digitalisierung mache wohl das Autofahren in Zukunft noch sicherer. Automatisierte Systeme brächten Sicherheit für die Menschen.

11.05 Uhr: Merkel spricht sich für eine Doppelstrategie aus. „Verbrennungsmotoren plus Elektromobilität: So können wir Fahrverbote verhindern", sagt sie.  Ältere Fahrzeuge müssten von den Straßen genommen werden. Ausländische Diesel-LKW in Deutschland machten rund 50 Prozent aus. Daher seien europäische Lösungen gefragt.


11 Uhr: In Deutschland stagniere der Pkw-Bestand, so Merkel. Aber weltweit gebe es einen  Riesenbedarf. „Wie können klimaverträgliche Autos gebaut werden?", fragt sie. Bis 2050 müssten 80 Prozent der Treibhausgase eingespart werden. Innovationskräfte müssten in die richtige Richtung gelenkt werden. Jedes dritte Patent zur Elektromobilität käme aus Deutschland.

10.56 Uhr: Die Autoindustrie dürfe sich nicht auf Erfolgen ausruhen. Sie sei eine Schlüsselbranche. „Wir wissen, was wir an Automobilindustrie haben", sagt Merkel. Die individuelle Mobilität, 46 Mio. Autos, habe Auswirkungen auf Umwelt und Klima. Die Branche müsse neue Antriebe entwickeln. Aber auch Mobilitätsmodelle wie carsharing seien wichtig.

10.53 Uhr: Ob weiterhin ein Wachstumsschub für Deutschland gelinge, so Merkel, hänge von der Entwicklung der Autoindustrie ab.

10.52 Uhr: Nach der letzten IAA habe VW  Abgasmanipulation einräumen müssen, so Merkel. 870.000 Menschen arbeiteten, in der Automobilindustrie. Diese sei eine starke Säule für Deutschland.

10.49 Uhr: Jetzt kommt Kanzlerin Merkel ans Rednerpult. Sie sagt: „Aus Fehlern müsse man lernen, aber nicht den Kopf in den Sand stecken."

0.47 Uhr: Es gelte Connectivität auszubauen. Studenten und Forschung müssten dabei einbezogen werden. Mehr Menschen sollten von der Digitalisierung profitieren. In Deutschland gebe es sehr viele Talente, das mache die Zusammenarbeit so spannend für Facebook.

10.45 Uhr: Sie spricht über die Verbindung Autos und Internet. Unternehmen machten einen Wandlungsprozess durch, so Sandburg. Das Geschäft verändere sich. „Wir beide bringen Menschen zusammen. Jeder hat ein Smartphone bei sich, einen Computer in der Tasche. Technologie ändert sich sehr schnell. Millionen sind miteinander über Facebook miteinander verbunden." Menschen müsse klar gemacht werden, dass keiner zurückbleibe. Sie lädt zur Zusammenarbeit ein.

10.40 Uhr: Jetzt spricht die Facebook-Managerin Sandburg: „Good news: Wir sind die einzige Firma des Silikon Valley, die kein Auto baut."

10.38 Uhr: Die IAA, eine weltweite Messe, setze Maßstäbe. „Nutzen Sie die Chance,gewinnen Sie verlorenes Vertrauen zurück", wendet sich Bouffier an die Autoindustrie. Auch Hessen sei eng mit der Automobilindustrie verwoben. Die Zukunft sei nur mit der Automobilindustrie zu gewinnen. „Wir wissen, was wir an dieser Industrie haben."

10.35 Uhr: Jetzt steht Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Rednerpult. Er sagt: „Wenn wir es richtig machen, dann können wir zukunftsweisende Technologien entwickeln. Zukunft leben, funktioniert nicht eindimensional." Die diesjährige IAA sei die spannendste seit vielen Jahren. Die Branche stehe unter Dauerfeuer.

10.30 Uhr: Feldmann: Ich hoffe, das Umdenken beginnt, damit wir wieder mit Stolz sagen können 'Made in Germany'. Er beendet damit seine Rede.

10.27 Uhr: Die Gesundheit der Bevölkerung habe Priorität so Feldmann. Die Autoindustrie müsse Verantwortung übernehmen. Fahrverbote seien keine Lösung, das wäre eine Enteignung. Es seien neue Mobilitätssysteme gefragt. Die IAA müsse sich wandeln. New mobility world sei der richtige Weg.

10.25 Uhr: Die Anschaffung eines Auto sei für die meisten eine erhebliches Investment, sagt Feldmann. Viele Menschen hätten das Gefühl, belogen und betrogen worden zu sein, alle leiden dadurch. Arbeitsplätze seien gefährdet. Wir brauchen einen Neuanfang.

10.22 Uhr: Jetzt geht Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) ans Rednerpult. Die IAA sei eine zentrale Messe für Frankfurt. Frankfurt sei stolz, Nabel der Autowerkstatt zu sein.

10.20 Uhr: Bei der Digitalisierung sei Facebook einer der wichtigsten Parnter, so Wissmann weiter. Er sei sehr stolz, dass viele IT-Firmen auf der Messe vertreten seien. 52 Prozent aller Patente zum automatisierten Fahren kämen aus Deutschland.

10.16 Uhr: Wissmann: Die deutsche Automobilindustrie werde bis 2020 40 Milliarden in die Elektromobilität investieren. Gleichzeitig beklagt er, dass es in Deutschland zu wenig Ladestationen gebe. Andere europäische Städte seien da weiter. Keine Emissionen, das sei das Ziel der Zukunft, so der VDA-Chef. Unfallfreiheit sei ein weiteres.

Wissmann spricht sich für modernen Diesel aus

10.15 Uhr: Lösungen für die Zukunft, so Wissmann, seien auf der IAA zu sehen. E-Fuel, Erdgas... dieses IAA gebe den Verbrennungsmotor nicht auf. Die Potenziale der Verbrennungsmotoren seien weiterhin enorm. Niemand verharre im Status Quote. Es laufen gewaltige Umbruchsprozesse.

10.11 Uhr: Luftqualitätswert gelte es zu verbessern. Das Ziel sei, Stickoxidemissionen von Fahrzeugen im Durchschnitt um 25 bis 30 Prozent zu verringern. Innovative Zukunftstechnologie sei besser als Fahrverbote, sagt Wissmann. Der moderne Diesel gehört für ihn zu einem „zukunftsfähigen und nachhaltigen Antriebsmix" dazu. „Zudem verbraucht der Diesel bis zu 25 Prozent weniger Kraftstoff und hat wesentlich bessere CO2-Werte als ein vergleichbarer Benziner. Gerade im Fernverkehr ist der Diesel auch längerfristig nicht ersetzbar", sagt er.

10.10 Uhr: Wissmann sagt, der Dialog zwischen Politik und Wirtschaft sei wichtiger denn je. „Wir haben es nicht immer leicht gemacht. Wir wissen, das einzelne Unternehmen Fehler gemacht haben. Vertrauen zurückgewinnen sei ein zentrales Anliegen. Integrität sei wichtig. Aber bitte keine „Pauschalurteile". Pauschale Urteile über die Automobilindustrie seien nicht gerechtfertigt. Die Fakten verlangten nach Differenzierung – nicht zuletzt im Interesse von über
815.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern bei Herstellern und Zulieferern, die jeden Tag harte und ehrliche Arbeit leisteten.

10.08 Uhr: Matthias Wissmann, Chef des Branchenverbandes VDA, spricht: „Morgen wird die Mobilität noch individueller, noch persönlicher sei. Freiheit, Identität, Emotion - all das wird auch morgen noch gefragt sein", sagt er. Es würden neue Wege beschritten, um Mobilität umweltverträglicher zu machen. Aber: Auf alle Fragen zum Verkehr gibt es noch keine Antworten.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier iaa2017

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