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IAA in Frankfurt Mehr Sicherheit, weniger Aussteller

Die IAA in Frankfurt setzt in diesem Jahr auf die Digitalisierung. Bundeskanzlerin Merkel kommt zu Eröffnung.

IAA
Solche Kapriolen finden sich nur auf der Messe, im Straßenverkehr eher nicht. Foto: Christoph Boeckheler

Frank Richard hat alle Hände voll zu tun. Der Leiter des Operation Security Centers (OSC) der Messe Frankfurt ist kurz vor Beginn der IAA ein gefragter Mann. Das OSC setzt die Sicherheitsempfehlungen der Polizei um, so gut es geht, damit bei der weltgrößten Automobil-Ausstellung alles reibungslos verläuft.

Knapp eine Million Besucher werden von Donnerstag an in den zehn Messehallen und auf dem Freigelände Agora erwartet. Der prominenteste Besuch schon direkt zum Auftakt am Donnerstag: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich angesagt. In Zeiten des Wahlkampfs ist die IAA ein Pflichttermin.

Mit dem Besuch der Kanzlerin hat die Frankfurter Polizei nicht viel zu tun. „Frau Merkel hat ihren eigenen Sicherheitsdienst“, sagt Polizeisprecher Manfred Füllhardt. Doch abseits des Merkel-Besuchs hat sich die Polizei viele Gedanken gemacht, wie die Messebesucher am besten zu schützen sind.

Zunächst einmal gab die Polizei dem Veranstalter den Hinweis, doch bitte die Mitarbeiter externer Dienstleister einer Sicherheitsüberprüfung zu unterziehen. Mitarbeiter von Aufbaufirmen oder Caterern müssen als unbedenklich gelten. In Zeiten, da Automobile als Waffen eingesetzt werden, steht die IAA besonders im Fokus. Doch Polizeisprecher Füllhardt ist ganz entspannt. „Die Messe findet zum größten Teil in geschlossenen Räumen statt, und die Tore zum Gelände sind alle gesichert.“ Ohnehin gebe es keine konkreten Hinweise auf Anschläge auf der IAA. Eher schon hat sich die Polizei Gedanken darüber gemacht, inwiefern es „einzelne Angreifer auf Stände“ geben könnte, so Füllhardt. Vor jeder Auflage der IAA wird daher in Gesprächen mit den Veranstaltern geklärt, welcher Aussteller kommt und vielleicht gefährdet sein könnte.

Besuchern, die kommen, rät der Veranstalter, mit möglichst leichtem Gepäck anzureisen. „Das erleichtert den Sicherheitsmitarbeitern die Kontrollen“, sagt Eckehart Rotter vom Verband der Automobilindustrie (VDA). Es erspare lange Wartezeiten bei der Einlasskontrolle. Was Besucher nicht dabeihaben, kann ihnen überdies nicht geklaut werden. Die Polizei rechnet mit dem verstärkten Auftreten von Taschendieben und setzt auch zivile Fahnder ein.

Neben der Polizei hat die Messe während der IAA bis zu 150 Sicherheitsmitarbeiter im Einsatz, dazu kommt das Sicherheitspersonal von großen Ausstellern.

Einige große Aussteller machen sich bei der 67. Auflage der IAA rar. Wenn Branchengrößen wie Fiat, Peugeot oder Nissan fernbleiben, muss das dem VDA zu denken geben. Doch der Verband verweist lieber darauf, dass erstmals auch Aussteller aus Ägypten, Finnland und Peru mit dabei sind. Zudem werde es wieder ein „Premierenfeuerwerk“ mit mehr als 300 Innovationen geben. Unter den rund 1000 Ausstellern sind jedoch nur gut 50 Automarken vertreten.

Im Fokus soll daher passend zum Motto der IAA – „Zukunft erleben“ – die Digitalisierung stehen. Die Global Player Facebook und Google sind in diesem Jahr Partner der IAA.

Wegen der Baustelle der Messehalle 12, die rechtzeitig zur IAA 2019 fertig werden soll, ist diesmal auf dem Freigelände etwas weniger Platz. Das OSC um Frank Richard wird sich deshalb nicht grämen. Auch so sind während der IAA zehn Hallen und zwei Kongresszentren auf insgesamt 578 000 Quadratmetern zu überwachen.

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