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Hospizdienst in Frankfurt Sterbende Menschen begleiten

Der ambulante Hospizdienst des Frankfurter Bürgerinstituts ist zum großen Teil auf Spenden angewiesen.

Hospizdienst in Frankfurt
Der ambulante Hospizdienst begleitet Menschen in der letzten Lebensphase. Foto: dpa

Wer sich mit dem baldigen Tod eines nahen Verwandten beschäftigen muss, fühlt sich oftmals heillos überfordert. Wie soll man mit der Situation umgehen, welche Vorbereitungen sind zu treffen, wie kann man helfen? Alles Fragen, die dann auf einen einprasseln. Und auch der betroffene Mensch selbst muss sich mit der schwierigen Situation arrangieren, braucht Trost und vielleicht einen Gesprächspartner. Genau für solche Situationen hat das Bürgerinstitut vor vielen Jahren einen ambulanten Hospizdienst gegründet.

„Wir begleiten die Menschen in ihrer letzten Lebensphase“, sagt Geschäftsführerin Petra Becher. Dabei besuchen die zwei hauptamtlichen Fachkräfte und die mehr als zwanzig ehrenamtlichen Hospizbegleiter die oftmals älteren Menschen zu Hause, in Pflegeheimen oder auch in Krankenhäusern. „Und wir kümmern uns auch um die Verwandten.“ Jede begleitete Person brauche eine individuelle Betreuung. Oftmals gebe es verschiedene Krankheiten, an denen die Menschen litten. Hinzu kämen unterschiedliche Bedürfnisse oder letzte Wünsche. In vielen Gesprächen und beim Zuhören erkennen die Begleiter so, was die Menschen brauchen. Mal geht es um die Reflektion des eigenen Lebens, mal um die Aussöhnung mit dem Sohn oder der Tochter vor dem Tod.

Der eingetragene Verein kümmert sich dabei nur um Menschen aus Frankfurt, so steht es in der Satzung. Wie die Menschen auf den Hospizdienst aufmerksam werden, sei verschieden, so Petra Becher. So würden manchmal Nachbarn oder Bekannte einen Tipp geben, ein anderes Mal bekommen die Menschen die Informationen aus dem Internet. Da der Dienst seit 2002 besteht, hat sich auch eine enge Zusammenarbeit mit Palliativärzten entwickelt.

Damit die Begleiter auch adäquat Hilfe leisten können, nehmen sie regelmäßig an Fortbildungen teil. Zu Beginn der ehrenamtlichen Tätigkeit gibt es zudem eine sechsmonatige Ausbildung. In den Weiterbildungen geht es um richtiges Zuhören oder den Umgang mit Trauer. Auch eine regelmäßige Supervision hilft den Begleitern, mit den oftmals schweren Situationen auch persönlich umzugehen.

Um den Dienst aufrechtzuerhalten, ist der Hospizdienst aber auch auf Spenden angewiesen. 50 Prozent der Kosten, so Becher, könnten mit den pauschalen Zuwendungen der Krankenkassen abgedeckt werden – die andere Hälfte müsste aus Spenden kommen. Gerade am Ende des Jahres sehe man genau, welche Beträge zur Kostendeckung noch fehlten. 

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