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Höchst Südseite des Bahnhofs aufwerten

Der Magistrat möchte das Bahnhofs-Entree in Höchst mit mehr als 4,5 Millionen Euro umgestalten. Ortsvorsteher Manfred Lipp zeigt sich zufrieden mit dem Stand der Planungen.

Im Winter könnte der Umbau des Vorplatzes beginnen. Foto: Andreas Arnold

Der Magistrat hat in seiner Sitzung am Montag die Bau- und Finanzierungsvorlage für die Südseite des Höchster Bahnhofs beschlossen. Die Bahn baut die Station derzeit um, die Stadt hat die Nordseite bereits saniert. 4,573 Millionen Euro will die Kommune nun für die Südseite bereitstellen. Baubeginn soll „um die Jahreswende“ sein, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Ortsvorsteher Manfred Lipp zeigt sich zufrieden mit dem Stand der Planungen. Immerhin seien der Bahnhof und seine Vorplätze „eine der großen Baustellen, die wir jahrelang mit uns herumgeschleppt haben“, so der CDU-Mann, der sich im Mai aus der Lokalpolitik verabschiedet – beim Bahnhof mit einem guten Gefühl.

Der Magistrat möchte die Aufenthaltsqualität am Bahnhof verbessern. Aber auch die Funktionalität. Der Planungsbereich Südseite umfasst den Bau einer zentralen Bushalteanlage, die Gestaltung des Platzes vor dem Bahnhofsgebäude und den Park & Ride-Platz vor den östlichen Bahnhofsnebengebäuden. Auch die verkehrliche Neuordnung und gestalterische Aufwertung der Dalbergstraße bis hin zum Dalbergplatz werden angegangen.

Der Vorplatz wird eine einheitliche Gestaltung erhalten. „Um dem denkmalgeschützten Bahnhofsgebäude gerecht zu werden, wollen wir nach historischem Vorbild auf dem Bahnhofsvorplatz Großpflaster verwenden“, sagt Planungsdezernent Olaf Cunitz (Grüne). Das soll auch bessere Bedingungen für die Außengastronomie vor dem Bahnhof schaffen.

Die Fahrgäste sollen über einen breiten Zebrastreifen über die Dalbergstraße gelangen, die zuführenden Fahrbahnen der Dalberg- und Antoniterstraße sollen mit Asphaltrampen angehoben werden, um sicherer zu sein für die Fußgänger.

Wichtiger Baustein ist die neue Bushalte-Anlage. Sie solle zukünftig die Haltestellen aller Buslinien an einem Ort bündeln, um eine attraktivere Umsteigemöglichkeit zu schaffen. „In Zukunft werden alle acht Buspositionen um eine zentrale Insel herum gruppiert sein“, sagt Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne). Zwei großzügig überdachte Wartebereiche werden zwischen drei neuen Baumgruppen eingebettet. Fußgänger können über fünf Zebrastreifen sicher und barrierefrei zu den Bussen gelangen.

Im Bereich der Bushalteanlage muss die Stadt 19 Bäume fällen, davon zwölf auf städtischem Grund und sieben auf Flächen der Bahn. Als Ersatz wollen die Planer 22 neue Baumstandorte schaffen. Vier weitere Bäume können verpflanzt werden.

Außerdem soll es künftig auf der Dalbergstraße Schutzstreifen für den Radverkehr geben. So werde der Bahnhof auch für Radler optimal erschlossen. „In Höchst schaffen wir einen intermodalen Verkehrsknoten für Bahnen, Busse und den Radverkehr“, sagt Majer

Entlang der Dalbergstraße wird die Stadt die am Dalbergplatz bereits begonnene Umgestaltung fortführen. Die Straße wird für den Zweirichtungsverkehr ausgebaut. Von der Albanusstraße bis zur Kreuzung Justinuskirchstraße ist die Fahrbahn in einer Breite von sieben Metern mit einem 1,50 Meter breiten Schutzstreifen für Radler auf der Südseite versehen. Ab der Kreuzung Justinuskirchstraße können Radler nicht mehr den Weg der Bruno-Asch-Anlage nutzen. Hier sind beidseitig Schutzstreifen eingeplant. Die Straße hat hier eine Gesamtbreite von 7,50 Metern.

Die Stellplätze an der Bruno-Asch-Anlage baut die Stadt so um, dass die Silberlinden genügend unbefestigte Fläche im Wurzelraum zur Verfügung haben. Im Zuge der Umgestaltung der Dalbergstraße wurden bereits dunkle Betonplatten für die Gehwege und Basaltgroßpflastersteine für die Stellplätze verwendet. Das wollen die Planer fortführen. Lediglich die Fahrbahn soll aus Asphalt sein. Die Straßenlaternen erhalten den Leuchtentyp der bereits umgestalteten Abschnitte. Das Lichtkonzept berücksichtigt die Sicherheitsaspekte in Bahnhofsnähe.

Zusätzlich ist ebenfalls die Sanierung des historischen Empfangsgebäudes und die Umnutzung der Bahnhofsnebengebäude inklusive der ehemaligen Bunker vorgesehen.

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