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Höchst Laaf-Paraad lockt Besucher

Der bunte Festzug durch den Stadtteil Höchst bei schönem Sommerwetter begeistert das Publikum.

Der Höchster Kanuverein führte seine Sportgeräte mit. Foto: Monika Müller

Trommler und Trompeter ziehen durch die Straße. Aus der Ferne ist Gitarren- und Schlagermusik zu hören. In silbernen Astronautenkostümen und mit einem acht Meter langen Raketen-Wagen laufen die Narren des Okriftler Carneval Clubs „Mainperle“ die Leverkuserstraße entlang und werfen mit Süßigkeiten. Ein Stückchen weiter, in der Emmerich-Josef-Straße, haben sich die Anwohner mit Klappstühlen auf den Bürgersteig vor ihre Häuser gesetzt. Bei bestem Sommerwetter winken und klatschen sie den vorbeilaufenden Vereinen und Musikgruppen zu.

Der bunte Festzug der sich am Wochenende durch die Höchster Innenstadt schlängelt ist nicht zu überhören. Mit Fahrrädern, Autos aber vor allem zu Fuß ziehen Vereinsmitglieder und Musiker bei der „Laaf-Paraad“ durch den Stadtteil. Am letzten Wochenende des Schlossfests bejubeln die Höchster mit der Parade noch einmal lautstark ihr Stadtteilfest, das in diesem Jahr „Es Seschzischsde“ feiert.

Erst zum dritten Mal wird der Zug als Höhepunkt in das vierwöchige Festprogramm aufgenommen. Das letzte Mal liefen die Vereine 2009 durch den Stadtteil. Der besondere Anlass war damals der Besuch der irischen Partner aus Tralee. Für das diesjährige Jubiläum fährt der Vereinsring mit der bisher größten „Paraad“ auf. Insgesamt 53 Zugnummern mit rund 1100 Teilnehmern sind dabei.

Bereits bei der Aufstellung am Industriepark Ost ist der Parkplatz fast vollständig mit Wagen und Menschen gefüllt. Ob der Germania Chor der Sindlinger Nachbarn oder der Vespa + Ape Club Nord West, viele Vereine aus Frankfurt sind der Einladung für den feierlichen Umzug gefolgt.

Inklusive Rad von 1880

Angeführt wird der Zug von der Höchster Schlossgarde. Hinter den Trommlern der „Skyline Drums“ haben die Sportler des TG Höchst eine ganze Reihe von Vorführungen vorbereitet. Für die Choreographien beim Seilspringen und den Übungen am Reck und auf dem Trampolin tragen die Sportler tapfer ihre Geräte durch den Stadtteil. Angeführt werden die Turner von Thomas Bender, dem Vorsitzenden und Elli Müller, die mit 91 Jahren das älteste Mitglied ist. Munter winkt sie aus einem Caprio der Menge zu.

Besonders beeindruckt sind viele Zuschauer von dem Radsportverein Germania Tempo aus Höchst. Auf Kunstfahrrädern balancieren Karin Andres, Mercedes Buchholz, Petra Esche und Kristina Klingbeil auf dem Hinterrad die Straße entlang. Hans Rügner fährt mit seinen Söhnen Philipp und Florian auf dem Hochrad mit. Mit seinem ungewöhnlichen Rad aus dem Jahr 1880 ist er bereits zweimal Weltmeister im Schnellfahren geworden.

Zugmarschall Axel Knauber ist zufrieden. Monatelang sei der Vereinsring auf die Suche nach den passenden Teilnehmern gegangen und habe sie jetzt erfolgreich zusammengebracht. Auf dem Rückweg über die Bolongarostraße werden die Musiker noch für die „After-Laaf-Paraad-Party“ im Brüningpark abgesetzt. Hier am Mainufer kann noch bis heute Abend der Vergnügungspark besucht werden.

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