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Hochzeit OB Feldmann heiratet

Oberbürgermeister Peter Feldmann und seine bisherige Freundin Zübeyde geben sich in Frankfurt das Ja-Wort. Einige Schaulustige kommen zu der nichtöffentlichen Trauung.

OB Feldmann steckt seiner Frau Zübeyde den Ring an. Foto: Özlem Yavuz

Oberbürgermeister Peter Feldmann hat geheiratet. Seine Frau heißt mit Vornamen Zübeyde, ist um die 30 Jahre alt und leitet eine Kita in Frankfurt. Bei der Trauung im Standesamt des Höchster Bolongaropalastes am Samstagnachmittag war die Öffentlichkeit ausgeschlossen; trotzdem kamen einige wenige Schaulustige, um einen Blick auf das Brautpaar zu erhaschen.

Ulrike Wilke hatte sogar Blumen und eine Grußkarte für das Hochzeitspaar mitgebracht. Zusammen mit einem Dutzend Fotografen und Schaulustigen wartete die 75-jährige Höchsterin damit am Samstag vor einem verschlossenen Tor des Bolongaropalastes, durch das sie einen Blick auf den etwa 20 Meter dahinterliegenden Eingang des Standesamtes hatte.  Als Feldmann mit Braut und Blumenkindern erschien: „Ohhh!“ Gedränge vor dem kleinen Eisentorgitter. Die Fotografen riefen und knipsten. Feldmann winkte – und war nach 20 Sekunden mit seiner Braut im Standesamt verschwunden.

Der 57-jährige SPD-Politiker hat damit zum zweiten Mal geheiratet. Aus seiner ersten Ehe hat er eine Tochter. Seine Frau ist in Erziehungsfragen nicht unbedarft. Sie leitet eine Kita im Ostend. Es ist die erste deutsch-türkische Kindertagesstätte in Hessen. Kennengelernt haben soll Feldmann sie im Jahr 2012, nachdem er zum Oberbürgermeister gewählt wurde. Bei einem gemeinsamen Urlaub in Tel Aviv soll er ihr dann den Heiratsantrag gemacht haben. 

„Dass er sich in seinem reifen Alter so eine junge Frau nimmt“, kommentierte Wilke vor dem Standesamt, sei eigentlich kein Problem. „Er sieht ja auch nicht schlecht aus“, sagte sie. Wilke hat 17 Jahre als Verwaltungsangestellte im Bolongaropalast gearbeitet. Feldmann kenne sie nicht persönlich, er sei ihr aber nicht unsympathisch, berichtete die 75-Jährige.

„Nett und aufgeschlossen“ sei der Oberbürgermeister, betonte Carola Lohse, die am Samstag ebenfalls zum Bolongaropalast gekommen war, um das Hochzeitspaar zu sehen. Sie wunderte sich, dass die Feier nicht öffentlich war. „Der Oberbürgermeister ist doch sonst so volksnah“, sagte sie. Sie wohne ganz in der Nähe. „Ich dachte, da musst du mal gucken gehen.“ Das Knipsen der Fotografen, die wohl beinahe alle Hochzeitsgäste durch das Eisengitter des Tores am Bolongaropalast ablichteten, kommentierte sie mit den Worten: „Die machen aber einen Hype darum.“

Einige Dutzend Gäste waren zur Trauung im Standesamt geladen. Unter ihnen auch einige Parteigenossen Feldmanns, etwa der Landtagsabgeordnete Turgut Yüksel und der Offenbacher Oberbürgermeister Horst Schneider. Schneider war der einzige, der am Samstag Worte an die Schaulustigen richtete. Es waren genau zwei. Als er das Standesamt nach der Trauung verließ, rief er den Zaungästen lächelnd zu: „Hat geklappt!“

Gefeiert haben soll die Hochzeitsgesellschaft nach der Trauung im Restaurant Nizza am Main. Wilke wollte ihre Blumen sowie die Grußkarte für das Brautpaar im Bolongaropalast hinterlegen.

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