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Hilfe bei der Ausbildung Jugendliche zeigen ihr Potenzial

Beim Aktionstag im Lernbetrieb Frankfurt-Produktionsschule zeigen die Jugendlichen ihr handwerkliches Können. Die hohe Erfolgsquote beim Wiedereinstieg spricht für die Einrichtung.

Handwerksausbildung
Bei der Handwerksausbildung im Lernbetrieb Frankfurt-Produktionsschule ist auch Kreativität gefragt. Foto: christoph boeckheler

Schule abgebrochen, Lernprobleme oder berufliche Perspektivlosigkeit - der Lernbetrieb Frankfurt-Produktionsschule hilft jungen Menschen beim Wiedereinstieg in die Ausbildungs- und Berufswelt. Beim bundesweiten Aktionstag am Mittwoch stellen sich die verschiedenen Produktionsbereiche in Frankfurt vor. Von Schreinerei, Farbe und Gestaltung, Gastronomie bis hin zu Büro und Sozialwesen finden Jugendliche ein großes Angebot an Ausbildungs- und Fördermöglichkeiten. Ziel ist, dass die Jugendlichen „ihren eignen Weg finden und diesen mit Freude gehen“, sagt die Geschäftsführerin Miriam Walter.

In einem Vorgespräch können die Jugendlichen sich beraten lassen und mögliche Zukunftsperspektiven erörtern. „Wir bieten Berufsbilder mit Chancen auf dem Arbeitsmarkt an“, erklärt Walter.

Lehrkräfte unterrichten rund 80 Schüler pro Jahr in einer Kombination aus Praxis und Theorie. Viele der jungen Leute hätten Lernschwierigkeiten oder wenige Deutschkenntnisse. „Deshalb machen wir keinen Frontalunterricht, sondern wenden verschiedene Lernmethoden an“, sagt Evelyn Rogowski, Leitung Arbeitsbereich Qualifizierung und Ausbildung. Die individuelle Betreuung und Unterstützung stehe dabei im Vordergrund. Eine positive Grundeinstellung sei zentral. „Jeder Jugendliche kann etwas“, findet Rogowski.

Das Konzept des Lernbetriebs hat sich seit 11 Jahren bewährt. Die Geschäftsleiterin stellt die hohe Erfolgsquote der Schüler und Azubis vor. Nachholer des Hauptschulabschlusses beständen mit fast 100 Prozent, die Rate bei Ausbildungen sei ähnlich. Dabei spiele auch die Beziehung zwischen Schüler und Betreuer eine entscheidende Rolle, betont Walter.

Der Lernbetrieb fördert auch gehörlose Jugendliche. Der Bereich Gastronomie ist ein inklusives Ausbildungsprojekt. Alle im Team beherrschen die Gebärdensprache. Das Frühstück „Kaffee im Stillen“ im Café Rothschild, Rothschildallee 16a, soll Besucher für Gehörlosigkeit sensibilisieren.

Highlights der Veranstaltung sind die Gemälde der Azubis des Produktionsbereichs Handwerk. Die jungen Leute stellen heute ihre private Seite vor. Die Themen der Bilder reichen von Natur, Freiheit, Liebe bis hin zu Sorgen und Kummer. Sie unterstreichen die Vielschichtigkeit der sozialen Hintergründe der jungen Menschen. Außerdem bewiesen die Azubis viel Fleiß und kämpften für ihren Ausbildungsplatz, lobt Frank Kaiser, Projektleitung Farbe und Gestaltung.

Der Lernbetrieb ist ein Tochterunternehmen des Evangelischen Vereins für Jugendsozialarbeit und wird unter anderem vom Europäischen Sozialfonds und dem Frankfurter Arbeitsmarktprogramm gefördert.

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