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Hessischer Filmpreis Ein würdiger Empfang für die Stars

Die Promis werden vor der Verleihung des Hessischen Film- und Fernsehpreises in Frankfurt von begeisterten Fans begrüßt. Star des Abends ist der Schauspieler Ulrich Tukur.

Hessischer Filmpreis
Im Blitzlicht der Fotografen: Ulrich Tukur und seine Frau Katharina John. Foto: Sophie Schüler

Selbst das Wetter spielt an diesem Freitag mit. Es ist ein lauer Herbstabend, der einen fast vergessen lässt, dass es schon Mitte Oktober ist. Die Alte Oper ist rot angestrahlt, der ebenfalls rote Teppich ist ausgerollt. Perfekte Bedingungen also für die Verleihung des Hessischen Film- und Kinopreises.

Um 19 Uhr sollen die Schauspieler über den Haupteingang der Alten Oper betreten. Am Rande des roten Teppichs warten schon Journalisten, Kameraleute und auch einige Fans, die auf Autogramme ihrer Idole hoffen. Sobald die ersten Prominenten eintreffen, ergeht ein regelrechtes Blitzlichtgewitter über den Operneingang. Peter Zingler ist einer der ersten Stars, die ankommen. Bereitwillig unterschreibt er die Fotos, die ihm die Autogrammjäger hinhalten.

Noch ist der rote Teppich relativ leer, lediglich einige Besucher schreiten in Richtung Oper. Zingler erzählt, sein nächster Film werde in Frankfurt spielen und auch inhaltlich viel Bezug auf die Stadt nehmen. Mit an Bord: Ulrich Tukur, der an diesem Abend den Ehrenpreis des Hessischen Ministerpräsidenten erhält.

Doch bevor Tukur den roten Teppich betritt, präsentieren sich erstmal andere Stars. Etwa Jörg Schüttauf, der in der DDR-Verwechslungskomödie „Vorwärts Immer“ eine Doppel-Rolle spielt: Einmal ist er der Schauspieler Otto Wolf, der sich als Erich Honecker ausgibt. Aber dann trifft dieser auf den echten Honecker, auch diesen mimt Schüttauf grandios. „Ich habe noch nie so viel positives Feedback bekommen“, sagt der 55-Jährige auf dem roten Teppich.

Der Streifen feierte bereits am Abend zuvor im Cinema am Roßmarkt seine Hessen-Premiere und ist nominiert als „bester Spielfilm“. Die Story: Wolfs schwangere Tochter Anne will am 9. Oktober 1989 weg: Rüber in den Westen, dabei gerät sie in die Montagsdemonstrationen. Gespielt wird Anne von Josefine Preuß, die durch die TV-Serie „Türkisch für Anfänger“ deutschlandweit bekannt wurde. Die in Potsdam geborene Schauspielerin hat die DDR nicht mehr bewusst mitbekommen. „1989 war ich gerade erst mal vier Jahre alt“, erzählt sie bei der Premiere. „Ich finde aber, dass es viel zu lange gedauert hat, dass wir wieder ein Land sind.“ Zur Nominierung sagt die 31-Jährige: „Ich freue mich sehr. “

Preuß und Schüttauf sind bei den Autogrammjägern sehr gefragt. Die Schauspieler unterschreiben geduldig und stehen auch für Fotos bereit. Die Menge ist über die Zeit angewachsen, doch auch auf dem Teppich ist zeitweise kein Durchkommen für die Gäste, Prominente werfen sich in Pose, Fotos werden geschossen. Als einer der letzten trifft schließlich Ulrich Tukur ein, gewissermaßen der Star des Abends. Beleuchtet von grellen Scheinwerfern, spricht er in die Mikrofone, die ihm hingehalten werden. „Es ist eine große Ehre“, sagt der in Viernheim geborene 60-Jährige zum Ehrenpreis. Dass er da persönlich vorbeikomme, sei selbstverständlich. „Ich bin Hesse, das gehört sich so.“

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