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Henninger Turm Rohbau steht

Die Arbeiten am Rohbau des Henninger Turms sind abgeschlossen. Mit 140 Metern soll er eines der höchsten Wohnhochhäuser Deutschlands werden. Nach Abschluss der Bauarbeiten Ende des Jahres werden wohl auch die Preise für den Wohnraum in die Höhe ragen.

Der Rohbau des Henninger-Turms steht. Foto: Peter Jülich

Eines der wahrscheinlich größten „Fässer“ dieser Erde ragt nun wieder über den Dächern Frankfurts – zumindest als Rohbau. Denn die Beton-Arbeiten am Henninger Turm in Sachsenhausen sind erfolgreich abgeschlossen. Ein entscheidender Schritt auf dem Weg des Projektes, der nun mit dem Richtfest bedacht wurde.

„Allmählich bekommt man ein gutes Gefühl, wie es aussehen soll“, sagte Jörg Janson, Projektleiter des Bauherrn Actris Henninger Turm GmbH auf der gestrigen Veranstaltung. Fürwahr offenbart ein Blick an der Fassade entlang die charakteristische Silhouette des Henninger Turms: auf den ersten 100 Metern der kubische Teil des Hochhauses, auf den restlichen 40 Metern eben jener einem Fass nachempfundene Aufbau.

Der Henninger Turm wird mit seinen 140 Metern eines der höchsten Wohnhochhäuser der Republik sein. Doch nicht nur in diesem Punkt ragt der Turm in eine besondere Liga hinein, sondern auch mit seinen Preisen. Bei im Schnitt rund 6 200 Euro wird der Kaufpreis liegen – für den Quadratmeter. Zwischen 58 und 140 Quadratmeter groß sein werden die Wohnungen. Im „Fass“ werden jeweils vier Panoramawohnungen über eine ganze Etage eingezogen. Ein Restaurant soll dort ebenfalls einen Platz erhalten. In der 38. Etage von insgesamt 40 ist zudem eine Aussichtsplattform geplant, von der aus sich ein neuer Blick auf die Frankfurter Hochhauslandschaft bieten soll.

Seit beinahe zwei Jahren laufen die Arbeiten an dem Projekt. Eine Zeit, in der nicht nur in die Höhe, sondern auch in die Breite gebaut wurde. Auf rund 12 000 Quadratmetern breitet sich am Fuße des Wohnhauses ein Nahversorgungszentrum aus. Supermarktketten und kleinere Einzelhandelsgeschäfte, wie Friseur oder Apotheke, sollen dort zukünftig ihre Pforten öffnen, ein Fitness- und Wellnessstudio will auf 4 600 Quadratmetern seine Gäste empfangen. Swimmingpool auf der Dachterrasse inklusive. Nebenan entsteht zudem ein öffentliches Parkhaus mit mehr als 400 geplanten Stellplätzen.

Jetzt, da der Rohbau abgeschlossen ist, kleidet sich der Turm noch im tristen Grau. Die weiteren Bauarbeiten, die sich nach Auskunft des Bauherrn insgesamt im Zeitrahmen halten, sollen das ändern. Um das Gebäude herumlaufende „Panoramabalkone“ sind angedacht, die jeweils zwei Geschosse optisch zusammenfassen. In die Zwischenräume fügen sich noch einmal einzelne Balkone sowie etagenübergreifende Wintergärten. Somit, heißt es, entstünde die charakteristische Pixelstruktur, die für die Fassade und die außergewöhnliche Optik des Henninger Turms sorge. Die Fenster wurden bereits eingebaut, außer an der Nordfassade.

Bis zum Ende dieses Jahres sollen alle Bauarbeiten endgültig abgeschlossen sein. Dann erstrahlt das alte neue Wahrzeichen des Frankfurter Südens.

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