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Hebammenschule 20 neue Geburtshelferinnen

Am 1. September geht es los bei der Frankfurter Hebammenschule. Wir beantworten Fragen zum neuen Ausbildungsangebot.

Baby
Beim Baby wird alles genau vermessen. Foto: rtr

Am 1. September startet die Frankfurter Hebammenschule.

Mit wie vielen Schülern?
Es gibt 20 Ausbildungsplätze für den Beruf der staatlich geprüften Hebamme oder des Entbindungspflegers, wie das männliche Pendant heißt.

Sind alle Plätze schon vergeben?
Das Auswahlverfahren ist noch nicht abgeschlossen, sagt Alexander Pradka, Presseprecher der Carl Remigius Medical School, die zum Fachbereich Gesundheit und Soziales der privaten Hochschule Fresenius gehört. „Wir haben eine sehr bunte Mischung. Es gibt Teilnehmer, die frisch von der Schule kommen, aber auch solche mit Ausbildung und sogar einige mit Studium.“ Darunter befinde sich auch ein männlicher Bewerber.

Welche Aufgabe hat die Carl Remigius Medical School?
Sie übernimmt die theoretische Ausbildung in ihren Räumen in der Marienburgstraße 6 in Niederrad.

Wo wird der praktische Teil gelehrt?
Kooperationspartner sind das Universitätsklinikums Frankfurt sowie das Bürgerhospital und das Clementine Kinderhospital Frankfurt. Dort werden die 3000 Praxisstunden absolviert: im Kreißsaaal, auf der Wochenstation, in der Neugeborenenabteilung, auf Pflegestationen, im Operationssaal, in der Kinderklinik oder in der freien Praxis. Beide Häuser behandeln auch Mütter mit Riskoschwangerschaften, Frühgeburten sowie Neugeborene mit Erkrankungen.

Wie lange dauert die Ausbildung und wie finanzieren sich die Schüler?
Sie dauert drei Jahre. Die Kliniken zahlen den Schülern das übliche Ausbildungsgeld.

Wie entwickeln sich die Geburtenzahlen?
Die Rhein-Main-Region wächst weiter beständig. Alleine in Frankfurt kommen jährlich 12.000 bis 14.000 Kinder zur Welt. Die meisten Geburten in Hessen verzeichnet seit Jahren das Bürgerhospital. Im Jahr 2016 waren es knapp 3300, im Jahr davor 3250 und jetzt sind es schon 2000. Die Uniklinik verzeichnet seit 15 Jahren einen steten Anstieg. 2016 erreichte sie mit 1917 Geburten die höchste Zahl ihrer Geschichte.

Was passiert nach der Ausbildung?
Eine Übernahme der Absolventen in den Häusern sei vorgesehen, versichern Wolfgang Heyl, Geschäftsführer des Bürgerhospitals und Clementine Kinderhospitals sowie Jürgen Graf, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums.

Wo in Hessen gibt es weitere Hebammenschulen?
In den Horst-Schmidt-Kliniken Wiesbaden, an den beiden Standorten der privatisierten Uniklinik Gießen und Marburg sowie bei der Gesundheit Nordhessen Holding in Kassel. Eine Hebammenschule in Frankfurt gab es nach den Recherchen von Presseprecher Pradka noch nie.

Zusammengestellt von Jutta Rippegather

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