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Hauptbahnhof Frankfurt Neues Gesicht für Hauptbahnhof

Die Stadt Frankfurt plant für den Hauptbahnhof ein neues Logistikzentrum und ein Parkhaus in der Poststraße. Das Gesicht des Hauptbahnhofs wird sich dadurch ändern.

Den zentralen Platz vorm Hauptbahnhof will die Stadt erneuern – aber nicht vor 2020. Foto: Monika Müller

Der Frankfurter Hauptbahnhof wird sich in den kommenden Jahren stetig verändern. Am nördlichen Ausgang des Gebäudes soll ab 2020 ein neues Zentrum für Logistik entstehen, ein Parkhaus für Autos und Motorräder und eines für Fahrräder. Das ist der Inhalt einer Machbarkeitsstudie, aus der das Planungsdezernat von Bürgermeister Olaf Cunitz (Grüne) Details veröffentlicht hat. Die komplette Studie liegt der Öffentlichkeit nicht vor.

Das neue Gebäude soll an der Poststraße gebaut werden, parallel zum Gleis 24. Im Erdgeschoss soll das Logistikzentrum angesiedelt sein; dort kommen Waren für die Gewerbetreibenden im Hauptbahnhof an und Müll wird abgeholt. In den vier Stockwerken darüber will die Stadt das Parkhaus mit 200 Stellplätzen errichten. Die Kosten liegen geschätzt bei fünf Millionen Euro. Unterhalb des Gebäudes liegt eine Posthalle, die saniert werden muss. In dieser Halle soll ein Fahrradparkhaus für bis zu 700 Räder eingerichtet werden.

Derzeit sind in der Poststraße Parkplätze für die Bundespolizei, Kurzeitparker und Taxis. Sie sollen wegfallen, sobald das neue Gebäude steht. Wie Autofahrer, Fußgänger und Radfahrer zwischen Düsseldorfer Straße und Poststraße künftig geführt werden, ist derzeit noch unklar. Der Magistratsbeschluss spricht abstrakt von einer „Neuordnung des Verkehrs“. Eine Verkehrsuntersuchung laufe noch, führte Mark Gellert, Sprecher von Bürgermeister Cunitz, aus.

Die Studie hat das Planungsbüro Schneider und Schumacher erstellt. Sie ist Teil der Vorplanung zum Umbau des zentralen und nördlichen Bahnhofsvorplatzes. Die komplette Vorplanung soll im Laufe des Jahres vorliegen, so Gellert. Bislang hat die Stadt eine halbe Million Euro dafür ausgegeben. Nun hat der Magistrat weitere 450 000 Euro bewilligt.

Die Arbeiten an den beiden Vorplätzen beginnen ab 2020, nachdem die Deutsche Bahn die B-Ebene und die Eingangshalle der Station erneut hat. Bis dahin dient der Platz in Teilen als Fläche für die Baustelleneinrichtung.

Ab Herbst 2016 beginnt die Bahn mit dem Umbau der Verteilerebene im Hauptbahnhof. Bis Mitte 2020 wird die B-Ebene ausgebaut und erweitert. Sie reicht künftig bis zum Bahnsteig für die Fernzüge. Die weitläufige Halle wird von schmaleren Gängen durchzogen, die besser ausgeleuchtet sein sollen. Mehr Geschäfte sollen einziehen.

In der Eingangshalle bricht die Bahn den Boden auf und macht Wege in die E-Ebene frei. Die Kosten liegen bei 135 Millionen Euro. Die Stadt beteiligt sich mit 27,5 Millionen Euro. Um das Sicherheitsgefühl der Passanten zu erhöhen, werden wenig genutzte Zugänge zur B-Ebene geschlossen. Auch derjenige auf dem zentralen Platz vor Bahnhof.

Wie der Platz umgestaltet werden soll, ist laut Gellert noch unklar. Der Wettbewerbsentwurf zum Umbau des Vorplatzes (Schneider und Schumacher, 2008) geht von weitläufigen „Eventflächen“ aus. Die Straßenbahnhaltestellen rücken weg von der Straße Am Hauptbahnhof und ans Bahnhofsgebäude heran; Fahrzeuge können von dieser Straße aus nicht mehr in die Poststraße und die Mannheimer Straße fahren. Der Vorplatz wäre vom Autoverkehr getrennt. So wird es aber wohl nicht kommen. „Die Pläne werden noch verändert“, so Gellert.

Durch den Frankfurter Hauptbahnhof gehen jeden Tag 450 000 Menschen. Der Vorplatz und die beiden seitlichen Plätze werden laut Magistrat „dieser Bedeutung nicht mehr gerecht“.

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