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Hanauer Landstraße Marode Brücke wird neu gebaut

Zum Jahresende wird die Hanauer Landstraße zu einer Großbaustelle. Wegen des „schlechten Bauwerkszustandes“ soll die Brücke zwischen Dieselstraße und Hugo-Junkers-Straße erneuert werden. 9,6 Millionen Euro werden dafür veranschlagt.

Wegen der Brückenschäden gilt schon jetzt Tempo 30 auf dem Teil der Hanauer Landstraße. Foto: christoph boeckheler*

Die Hanauer Landstraße wird ab Jahresende zur Großbaustelle. Ein Teil der Bundesstraße 8, der als Brücke über die Hafenbahn führt, ist marode. Wegen des „schlechten Bauwerkszustandes“ soll die Brücke zwischen Dieselstraße und Hugo-Junkers-Straße mit „höchster Priorität“ erneuert werden, teilte der Magistrat nun mit. Die Kosten werden auf 9,6 Millionen Euro veranschlagt.

Die Hanauer Landstraße ist eine der meistbefahrenen Straßen in der Stadt. Rund 37 500 Fahrzeuge sind hier täglich unterwegs, weiß Axel Fleischer, der Leiter des Referats für Mobilitätsplanung.

Um den Verkehr in den Spitzenzeiten nicht zum Erliegen zu bringen, bleiben während der Arbeiten, die 18 Monate dauern sollen, beide Spuren in Richtung Innenstadt geöffnet. „Stadtauswärts wird der Verkehr einspurig geführt“, erklärte Gert Stahnke, der Leiter des Straßenverkehrsamts. Schwere Lastwagen ab zwölf Tonnen müssten eine Umleitung durchs Fechenheimer Industriegebiet fahren; über Dieselstraße, Carl-Benz-, Adam-Opel- und Ernst-Heinkel-Straße. Schon jetzt gilt eine Umleitung für Lastwagen ab 30 Tonnen. Außerdem gilt wegen der Schäden auf der Brücke Tempo 30.

Die Stadt hatte zuletzt alle 500 Brücken und Ingenieurbauwerke in der Stadt unter die Lupe genommen. 43 sind in einem so schlechten Zustand, dass sie dringend saniert werden müssen. 13 Millionen Euro pro Jahr hatten die Stadtverordneten im Sommer dafür bewilligt. Das Brückenbauprogramm läuft zunächst bis 2019. Die Brücke über die Hafenbahn, Baujahr 1962, erhielt in dem Gutachten die Note 3,4. Standsicherheit beziehungsweise Verkehrssicherheit seien beeinträchtigt, hieß es. Ohne den Neubau würde sich „der bauliche Zustand weiter verschlechtern“, erläuterte Hans-Jörg Beier, der die Brückenbauabteilung im Straßenbauamt leitet.

Brücke wird schmaler

Die neue Brücke wird nicht mehr ganz so breit sein wie die alte, nur noch 15 statt 25 Meter. Das geht, weil die Managementgesellschaft für Hafen und Markt (HFM) auf eines der beiden Gleise für die Hafenbahn verzichtet. Eine schmalere Brücke spare auch Kosten, so HFM-Sprecherin Bianca Winkel. Auf einer Strecke von 350 Metern erneuert die Stadt nicht nur die Überführung, sondern auch die Fahrbahn sowie Bürgersteige und Radwege. Teils werden Kabel unter der Erde verlegt. Stromleitungen für Straßenbahn und Straßenlaternen installiert die Stadt nach Bauende wieder.

Während der Bauphase fahren die Straßenbahnen der Linien 11 und 12 dort während eines Zeitraum von 15 Wochen nicht. Für den Ersatzverkehr sorgt die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) mit Bussen. Die Hafenbahn muss mehrfach für jeweils eine Woche pausieren.
Um Platz zu schaffen, fällt die Stadt elf Bäume. Es handelt sich um Platanen und Robinien, die seit 1989 dort stehen. Neupflanzungen stehen nach Abschluss der Arbeiten an. Die Stadt hofft auf Fördermittel des Bundes von rund 4,2 Millionen Euro.

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