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Grüne Soße Festival Sieben Kräuter müsst ihr sein

Am Samstag startete das Grüne-Soße-Festival auf dem Roßmarkt, wo sich alles um die berühmten sieben Kräuter dreht. Ein Ausflug lohnt sich.

06.05.2012 16:00
Laura Wagner
Das Team "Liebfrauenberger" gewann die erste Runde. Foto: Andreas Arnold

Am Samstag startete das Grüne-Soße-Festival auf dem Roßmarkt, wo sich alles um die berühmten sieben Kräuter dreht. Ein Ausflug lohnt sich.

Fachmännisch tunkt Barbara ihren Löffel in ein Gläschen mit Grüner Soße. „Zu bitter“, sagt sie, verzieht das Gesicht und greift sich das nächste. „Ne, auch nicht. Zuviel Senf.“ Die nächste ist „zu sauer“, eine andere „zu wässrig“. Zwei können die Achtjährige schließlich überzeugen. „Die schmecken lecker.“

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Barbara ist eine von 430 Personen, die sich am Samstagabend durch sieben Soßen testen und den ersten Finalisten des Grüne Soße Festivals bestimmen.

Als Sieger des Abends geht das Liebfrauenberger hervor. Das hat erst seit drei Wochen geöffnet, der Küchenchef ist überglücklich. „Einen besseren Start können wir uns gar nicht vorstellen“, sagt Christoph Weber. Er legt bei seiner Soße Wert darauf, dass sie „wie bei Mama“ schmeckt. „Bloß kein Chichi“, sagt Weber. Will heißen nichts als Kräuter, Mayonnaise, Schmand und Gewürze. „Das reicht völlig.“

Weniger ist mehr, das findet auch Barbara. Ihr persönlicher Favorit war zwar die Soßenkreation von Apfelwein Wagner, die Siegersoße aber ihre Zweitliebste. „Viele machen da komische Sachen in die Soße“, sagt Barbara. Viel diskutiert wurde im Festzelt über die Zutaten der Grünen Soße des Tourismus Quartett, bestehend aus Stadtrat Markus Frank und Thomas Feda, Geschäftsführer der Tourismus und Congress GmbH, Armin Schroecker vom Frankfurter Hof und Eduard Singer vom Hessischen Hof.

„Ist das Mozzarella?“, fragt eine Frau ihre Nachbarin. „Ne, das ist doch körniger Frischkäse“, antwortet die. „Käse hat doch nix in der Grie Soß zu suchen“, ruft ein Mann vom Nebentisch dazwischen. Was die kleinen weißen Bröckchen in dem Glas sind, kann er aber auch nicht sagen. „Will ich gar nicht wissen.“

Der Mann kennt sich aus mit der Frankfurter Spezialität. 73 Jahre alt ist Albert Schelter, hat immer in Frankfurt gewohnt und „schon eine Unmenge an Grüner Soße verputzt“. Zu einer richtig guten Grünen Soße gehört Schelters Meinung nach vor allem Bescheidenheit. „Wilde Experimente sollte man lassen.“ Darunter fallen Dill, Knoblauch, Ei und Zitrone. „Bekommt man aber immer wieder aufgetischt.“ Am Festival schätzt er „die netten Leute“ und das Bühnenprogramm.

Auch Gastgeber Anton Le Goff alias Maja Wolf ist zufrieden. „Das war ein super Start.“ Sie befinde sich – wie in den Vorjahren auch – im „Grüne Soße-Rausch“. Nach dem Finale sei damit aber erstmal Schluss. „Ich bereite mich auf das nächste Festival vor, indem ich erst mal keine Grüne Soße esse.“ Doch bis die Phase der Enthaltsamkeit beginnt, gibt es die ganze Woche noch Soßen zu testen. Einen Favoriten habe Wolf nicht. „Ich bin neutral.“ Das Publikum glücklicherweise nicht.

Auch Barbara will wieder kommen. Schließlich, so die Achtjährige, gebe es ja noch viele Grüne Soßen zu testen.

Das Grüne Soße Festival auf dem Roßmarkt findet bis zum 12. Mai statt. Tagsüber gibt es auf dem Markt von 10 bis 20 Uhr regionale Spezialitäten.

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