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Grüne Börse in Frankfurt Grüne Börse im Palmengarten

Die Grüne Börse im Frankfurter Palmengarten ist der Auftakt für die Gartensaison. Sie bietet an diesem Wochenende Informationen zur biologischen Vielfalt sowie Orchideen und andere pflanzliche Raritäten zum Verkauf.

So schmeckt der Frühling: Idyll im Palmengarten. Foto: C. Boeckheler

Eins steht fest: Wenn der Palmengarten zur Grünen Börse bittet, ist die Gartensaison eröffnet. An diesem Wochenende ist Grüne Börse. Dann kann’s ja losgehen.

Gleich zwei Mottos stehen in diesem Jahr über dem Gipfeltreffen der Pflanzenfreunde: „(G)artenvielfalt in der Green City Frankfurt“ und „Artenvielfalt bewegt“. Es gibt ja auch zwei sehenswerte Abteilungen in der Ausstellung – nein, eigentlich drei. Da ist die Orchideen-Verkaufsschau mit ihren kleinen und großen, zarten und prachtvollen Edelgewächsen; da ist die Raritätenbörse mit ihren Besonderheiten aus bester Gärtnertradition; und da sind die Mitgliedsverbände des Netzwerks Bio-Frankfurt, die sich mit Infoständen und einem Quiz präsentieren.

„Das ist eine schöne Chance für uns, das Thema biologische Vielfalt an die Öffentlichkeit zu tragen“, sagt Bio-Frankfurt-Geschäftsführerin Stefanie Jung. „Jetzt hat jeder Lust, sich draußen zu betätigen.“ Die Attraktion des Wochenendes: „Pflanzen kaufen“, sagt Palmengarten-Sprecher Sebastian Klimek, „und Informationen von den Fachleuten dazu bekommen.“

Es gibt Kaffee und Kuchen, Apfelwein und andere Frankfurter Spezialitäten – und es gibt beispielsweise Elisabeth Mühl. Sie vollendet inmitten des lärmigen Börsenaufbaus gerade ein Puzzle aus nicht allzu vielen Teilen, für Kinder gedacht, das einen Baum der Gattung Rosablühende Kirschpflaume zeigt. „Wie Mirabellen, aber mit einer etwas festeren Schale“, erläutert sie. Aber das Fachgebiet von Elisabeth Mühl sind eigentlich essbare Wildkräuter – dazu leitet sie regelmäßig Führungen im Auftrag der Freunde des Botanischen Gartens.

Die gebürtige Ungarin, als Einzelkind im früheren Jugoslawien aufgewachsen, war immer mit dem Papa angeln und freundete sich dabei mit der Natur an. „Wir sind nie in die Apotheke gegangen, wir haben alles aus Kräutern selbst gemacht“, erzählt sie. Börsenbesucher werden am Wochenende am Stand des Botanischen Gartens sicher viel von ihr lernen können.

Oder bei den Auszubildenden des Palmengartens. Sie verkaufen traditionell die Pflanzen, die sie gepflegt haben. „Diesmal bieten wir dazu auch Gummitierchen an“, wirbt Eleonora Kotelnikova. Marienkäfer, Libellen, Schmetterlinge, Spinnen. Gummitierchen. Wieso? „Wir fanden, das ist eine gute Idee, etwas Buntes dabeizuhaben“, sagt die Auszubildende der Zierpflanzengärtnerei. „Dekoration gehört ja zu den Zimmerpflanzen dazu.“ Schön präsentiert sind sie allemal, die Gummitierchen.

Gnus zählen wie Grzimek

Derweil kann man bei der Zoologischen Gesellschaft mit Rasterrahmen Gnus zählen – fast genauso, wie es die Grzimeks und ihre Nachfolger im zebragestreiften Flugzeug taten und immer noch tun. Das Umweltamt, gemeinsam mit Bio-Frankfurt fürs Gesamtkonzept verantwortlich, hat wieder seinen Fechenheimer Mainbogen maßstabsgetreu dabei. Bindeglied zwischen allen Teilnehmern ist ein Quiz, das zu jedem Stand eine Frage stellt: Welcher Schmetterling gehört zu den Nachtfaltern? Woher kommt der Tintenfischpilz? Warum fällt dem kleinen Ameisenbär das Laufen auf dem Boden so schwer? Und wer springt am weitesten – Eichhörnchen, Heuschrecke, Baummarder oder doch die jungen Börsenbesucher? Auf die Quizteilnehmer warten 88 Preise, vom tollen Rucksack bis zum Grüngürteltier.

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