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Grillfleisch in Frankfurt Sind Bratwürste für 1 Euro ok?

Die Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten setzt sich für faire Preise und das Tierwohl ein. Verbraucher sollten nicht Bratwürste für einen Euro kaufen, auch wegen der Jobs in Frankfurt.

Bratwürste
Die Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gasstätten appelliert an die Verbraucher nicht Bratwürste für einen Euro zu kaufen, Foto: Christoph Boeckheler

Viel Sonnenschein am Wochenende, Grillwetter eben. Die Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) hat die Supermärkte   aufgefordert, Fleischwaren nicht zu „verramschen“: Rabattschlachten in den Supermärkten würden nicht nur Qualitätsstandards, sondern auch Jobs gefährden, so NGG-Sprecher Peter-Martin Cox.

Derzeit seien in Frankfurt rund 1400 Beschäftigte in der Fleischverarbeitung tätig, davon fast 1000 bei der Rewe-Tochter und Großmetzgerei Brandenburg. Zähle man die Leih- und Werksvertragsarbeiter dazu, würden dort knapp 1500 Menschen beschäftigt. In Hessen gebe es zusammen knapp 12 000 Arbeitsplätze in der Branche. Wenn möglichst billig produziert werden soll, würden für Schlachtung und Fleischverarbeitung häufig Subunternehmen aus dem Ausland engagiert. Auch das „Tierwohl“ liegt Cox am Herzen: Je artgerechter die Haltung, desto mehr koste eben auch das Fleisch. „Statt auf das Billig-Prinzip zu setzen, sollten Discounter mit gutem Beispiel vorangehen und sich gemeinsam zu fairen Mindestpreisen bekennen.“

Cox wies darauf hin, dass von der Aufzucht im Stall bis zur Zerlegung Fleisch in der Herstellung „extrem aufwendig“ sei. Auch die Verbraucher sollten sich dafür entscheiden, nicht das preiswerteste Produkt zu wählen: „Wenn die Packung Bratwürste einen Euro kostet, dann kann etwas nicht stimmen.“

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