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Goetheplatz Zukunftspavillon hat Zukunft

Die Halle auf dem Goetheplatz soll bis 2017 bleiben. In den vergangenen Wochen hat sich der Zukunftspavillon zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt. Die Veranstaltungsreihe endet heute.

Der Zukunftspavillon. Foto: christoph boeckheler*

Er ist aus Buchenholz gezimmert, 30 Meter lang, zehn Meter hoch und acht Meter breit: Der für den Architektursommer Frankfurt/Rhein-Main erbaute Zukunftspavillon auf dem Goetheplatz hat sich in den zurückliegenden Wochen zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt. Jetzt hat Planungsdezernent Mike Josef (SPD) dem Provisorium eine Perspektive über das Ende des Architektursommers am 24. Oktober hinaus eröffnet.

Die kleine Halle soll noch einige Monate stehen bleiben dürfen, sagte Mark Gellert, der Sprecher des Planungsdezernenten, längstens bis zum nächsten März. Die Stadt registriere positiv, dass der Pavillon mit seinem Café von den Menschen angenommen werde, so Gellert: „Das freut uns“. Allerdings werde er keine dauerhafte Lösung für den Platz im Herzen der Stadt sein können: „Dazu ein klares Nein“.

Das Planungsdezernat hofft aber, durch das Provisorium die Diskussion über das dauerhafte Antlitz von Goethe- und Rathenauplatz wieder belebt wird. Schon in der Vergangenheit hatte es Vorschläge gegeben, die Platzfolge durch ein Gebäude in der Verlängerung der Junghofstraße zu unterbrechen. Sie hatten sich allerdings politisch nicht durchsetzen lassen.

Der Architekt Ian Shaw, der Vorstandsmitglied des Vereins Architektursommer ist und den Pavillon auch entworfen hatte, zeigte sich sehr zufrieden. In den letzten Tagen waren 1500 Unterschriften für einen dauerhaften Verbleib der kleinen Halle gesammelt worden. Shaw sprach von zahlreichen Ideen zur Nutzung des Pavillons auch im Winterhalbjahr. Er kann durch verschiebbare Seitenwände geschlossen und auch beheizt werden. Das Dach hält eine Traglast von zwei Metern Schnee aus – ein für Frankfurt kaum erwartbares Szenario. Der Architekt sagte, er stehe mit niederländischen Partnern in Rotterdam im Gespräch, die in dem Holzgebäude gerne eine Ausstellung über urbane Agrarkultur zeigen wollten. Man strebe auch kleine Konzerte an.

Diskussionsveranstaltungen seien ebenso möglich wie die Aufführung von Theaterstücken. Eine Ausstellung über die Architektur des Neuen Frankfurt in den 20er Jahren könne präsentiert werden.

Am heutigen Freitag, 2. September, geht im Pavillon die Veranstaltungsreihe „Poesie des Wohnens – wie wollen wir in Zukunft wohnen?“ zuende. Planungsdezernent Mike Josef (SPD) diskutiert von 19.30 Uhr an unter anderem mit Andreas Hofer vom Projekt „Mehr als Wohnen“ in Zürich. Auf dem Hunziker-Areal in der schweizerischen Großstadt leben 1200 Menschen in 13 kleinen Häusern zusammen. Es gibt Werkstätten und Büros.

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