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Goethe-Universität Massive Störungen bei Amendt-Kongress

Feueralarm an der Goethe-Universität: Die Eröffnung des umstrittenen Kongresses „Familienkonflikte gewaltfrei austragen“ musste unterbrochen werden.

Goethe-Universität in Frankfurt
Ein umstrittener Kongress an der Goethe-Universität in Frankfurt musste wegen eines Alarms unterbrochen werden. Foto: Christoph Boeckheler

Die Eröffnungsveranstaltung des Kongresses „Familienkonflikte gewaltfrei austragen“ an der Goethe-Universität in Frankfurt musste am Abend unterbrochen werden. Während der Eröffnungsrede des umstrittenen Soziologen Gerhard Amendt wurde Feueralarm ausgelöst, der Veranstaltungsort musste geräumt werden. Rund 30 Personen protestierten gegen den Auftritt von Amendt. Später wurde der Kongress fortgesetzt.

Bereits im Vorfeld war über die Veranstaltung, die vom 13. Bis 15. April auf dem Campus Westend stattfindet, heftig gestritten worden. „Homofeindliche und reaktionäre Positionen dürfen an der Universität keinen Raum bekommen, auch nicht unter einem vermeintlich wissenschaftlichen Deckmantel“, sagte Clara Mißbach vom Asta.

Amendt vertritt umstrittene Positionen 

Der massive Protest gegen Amendt dürfte auch an den Positionen des Soziologen zur Homosexualität zu finden sein. Amendt soll in dem Text „Verständigung über Pädophilie“, der 2004 von der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ veröffentlicht worden war, einen direkten Zusammenhang zwischen Homosexualität, Perversion und Pädophilie hergestellt haben.  

Der Kongress befasst sich mit dem Thema Gewalt in der Familie. Amendt will den Blick auf die Entstehung der Tätlichkeiten richten. Schuld an Gewalteskalationen würden immer beide Konfliktparteien tragen. Allerdings sei Gewalt gegen Männer in diesem Zusammenhang ein Tabu, so der Soziologe, darüber dürfe nicht geredet werden.   

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