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Glaubensfest Kirchentag 2021 in Frankfurt

In fünf Jahren wird der Ökumenische Kirchentag in Frankfurt gefeiert. Mehr als 150000 Besucher werden erwartet. Frankfurts Kämmerer Uwe Becker (CDU) sagt einen hohen Zuschuss zu.

In Berlin fand 2003 der erste Ökumenische Kirchentag statt. Foto: epd

Es soll ein wirklich großes Fest werden. Zum ökumenischen Kirchentag, der vom 12. bis 16. Mai 2021 in Frankfurt gefeiert werden soll, erwarten die Veranstalter mehr als 150 000 Besucher.

Am Freitag haben das Zentralkomitee der deutschen Katholiken und der Deutsche Evangelische Kirchentag beschlossen, in fünf Jahren den dann dritten gemeinsamen Kirchentag in Frankfurt zu veranstalten. Vertreter der Stadt sowie der beiden Kirchen reagierten sehr erfreut auf diese Entscheidung.

„Es ist fantastisch, dass uns das Geschenk dieses großen Glaubensfestes gemacht wird“, sagte der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung. Die Zeit sei reif für „ein starkes und eindeutiges Zeichen des ökumenischen Miteinanders in Deutschland“.

Ebenso äußerte sich Georg Bätzing, der neue Bischof des Bistums Limburg, zu dem auch Frankfurt gehört. „Die gemeinsame Verantwortung für ein friedliches Zusammenleben der Menschen ist auf allen Ebenen erlebbar“, erklärte Bätzing. Frankfurt biete die besten Voraussetzungen, da es in der Mitte Deutschlands liege und von jeher eine weltoffene Stadt sei.

Auch Jung lobte Frankfurt als idealen Austragungsort für ein ökumenisches Treffen vor allem wegen „der weltoffenen Tradition und der täglich gelebten Toleranz“. Ein gemeinsamer Kirchentag könne ein sichtbares Signal für eine kraftvolle und den Menschen zugewandte Kirche sein.

Auch die Frankfurter Stadtregierung begrüßt die Pläne sehr. Schon evangelische Kirchentage seien herausragende Ereignisse, sagte Bürgermeister Uwe Becker (CDU). Dass nun sogar ein ökumenischer Kirchentag geplant sei, freue ihn umso mehr. Dieser sei ein sehr wichtiges Signal für die Zusammenarbeit der evangelischen und katholischen Kirche. Sicherlich werde der Kirchentag aber, gerade in Frankfurt, auch Akzente für den interreligiösen Dialog setzen, sagte der Kirchendezernent. Der evangelische Kirchentag war 1956, 1975, 1987 und 2001 in Frankfurt zu Gast.

Becker zeigte im Gespräch mit er FR große Bereitschaft, den Kirchentag nun noch stärker als bisher geplant finanziell zu fördern. Die Stadt werde die Pläne nach allen Kräften unterstützen, sagte der Kämmerer. Er werde nun auf die Kirchen zugehen, um rechtzeitig auszuloten, was diese benötigten. Zunächst war ein Zuschuss von drei Millionen Euro vorgesehen.

„Frankfurt ist die richtige Stadt für den ökumenischen Kirchentag“ sagte Christoph Hefter, der bis März 2016 zwölf Jahre lang Vorsitzender der Stadtversammlung der Frankfurter Katholiken war. Hier seien die evangelische und die katholische Kirche etwa gleich groß, die Zusammenarbeit schon jetzt gut.

„Wir kommen nur gemeinsam weiter“, so Hefter, „wenn es zum Beispiel darum geht, dem Auseinanderklaffen der Gesellschaft etwas entgegenzusetzen.“ Er gehe davon aus, dass vor Ort evangelische und katholische Gemeinden eng zusammenarbeiten werden und es beim Kirchentag viel ehrenamtliches Engagement geben werde.

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