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Girls' Day Spaß an Binärcodes

Beim Girls' Day auf der Zeil geht es ums Programmieren.

Girls' und Boys' Day
Ohne Computer geht heute nichts mehr. Foto: Carlo Vieth

Auf der Zeil, in dem gerade erst vor ein paar Tagen eröffneten „Flagship Store“ des Elektronikkonzerns Samsung, versammelt sich am Donnerstag eine bunte Truppe: 14 Schülerinnen und ein Schüler besuchen einen Programmierworkshop. Ganz im Sinne des Girls‘ Days, der Mädchen ab der fünften Klasse deutschlandweit die Augen für technische und naturwissenschaftliche Berufe öffnen soll.

Der Workshop wird zwar von einem Mann, Tobias Hübner, geleitet. Aber die Firma, der er angehört, hat sich seinen Worten nach zum Ziel gesetzt, speziell jungen Mädchen das Programmieren und Zusammenbauen von technischer Hardware beizubringen. Und „die Firma hat überwiegend weibliche Mitarbeiterinnen“, versichert Hübner den Mädchen.

An diesem Tag steht schwere Kost auf dem Programm: Transistoren, Binärcodes und die Einführung und Anwendung von gleich zwei Programmiersprachen. Die Schwierigkeiten des Stoffs schlagen sich zunächst auch in den ernsten Mienen der Schülerinnen wieder, die in Dreiergruppen an mit Computern ausgestatteten Tischen sitzen und komplizierte Befehle in die Kommandozeilen der Geräte tippen.

Doch erst vereinzelt, dann immer häufiger kommt es zu High Fives und Freudenrufen, wenn die eingegebenen Befehle funktionieren. „Das Programmieren ist megaspannend, aber schon schwierig“, bilanziert Helena. Ihre Freundin Maria stimmt ihr zu, die Augen noch auf den Bildschirm gerichtet.

Generell fällt auf, dass viele der Teilnehmerinnen schon einmal mit Programmieren in Kontakt gekommen sind. Azra programmiert in einem Schulprojekt eine Website. „Nur mein Cousin hilft mir, sonst mache ich das alleine“, verkündet sie. Der hat ihr und ihrer Freundin Meryem auch den Tipp gegeben, sich beim Samsung Girls‘ Day anzumelden. Die Initiativanmeldung erklärt vielleicht, warum so viele Mädchen hier schon vom Programmieren gehört haben.

Im nächsten Teil des Workshops ist Schrauben dran: Ein Joystick wird aus Einzelteilen zusammengebaut. Mitten beim Kabel-Zusammenstecken kommt dann die Youtuberin Jodie Calussi vorbei - und wird prompt von den konzentriert in Arbeit versunkenen Mädchen übersehen.

Die Youtuberin sieht das aber gelassen: „Ich finde es sehr wichtig, dass der Girls‘ Day zeigt, dass es vollkommen egal ist, wer welches Geschlecht hat und wer welchen Beruf macht. Jeder soll das machen, worauf er Bock hat. Warum sich einschränken, das ist doch dumm.“ Calussi führt an diesem Tag noch ein Interview mit einer der Teilnehmerinnen - ebenfalls ganz im Sinne des Girls‘ Day. Es geht darum, welche Perspektiven und Wünsche die Mädchen im Bezug auf die Jobwelt haben, welcher Situation sie sich beim Berufseinstieg gegenübersehen und was ihnen der Tag heute bedeutet hat.

Das Interview, Teil eines größeren Videos über den diesjährigen Samsung Girls‘ Day, will Jodie Calussi am kommenden Montag auf ihrem gleichnamigen Youtube-Kanal hochladen.

Zum Schluss dürfen die Teilnehmerinnen des Girls‘-Day-Workshops auch ein Angebot des brandneuen Hightech-Ladens ausprobieren. Sie werfen fleißig Konfetti in die Luft, während eine Handykamera das Geschehen in Superzeitlupe, also mit extra vielen Einzelbildern, aufnimmt. Der Andrang ist so groß, dass ein Samsung-Mitarbeiter richtige Koordinationsarbeit leisten muss. Seine Kollegin fegt inzwischen das Konfetti zusammen.

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