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Gibson Club Opfer gegen Kopf getreten

Bei der tödlichen Schlägerei im Gibson Club in Frankfurt geht die Staatsanwaltschaft inzwischen von Totschlag aus. Einer der drei beschuldigten Männer soll dem 41 Jahre alten Mann aus Mainz, der später starb, noch Kopftritte gegeben haben, als dieser bereits reglos am Boden lag.

Blaulicht: Polizei im Einsatz. Foto: dpa

In den Ermittlungen um den tödlichen Streit im Club Gibson geht die Staatsanwaltschaft von Totschlag aus. Einer oder zwei der Beschuldigten hätten dem schon reglos am Boden liegenden Opfer noch mehrere Tritte gegen den Kopf versetzt. Aufgrund der Heftigkeit des Angriffs hätten die Männer „zumindest billigend in Kauf genommen, ihr Opfer zu töten“, teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Damit ist erstmals klargestellt, dass die schweren Hirnverletzungen des 41-Jährigen aus Mainz nicht vom Sturz herrühren.

Bei den Feierlichkeiten zum dreijährigen Bestehen des Clubs war es in der Nacht zu Sonntag am Rande der Tanzfläche zu einer Auseinandersetzung gekommen. Die Polizei konnte zwei Männer im Alter von 38 und 25 Jahren festnehmen, die derzeit in Untersuchungshaft sitzen. Sie sollen Mitglieder des Boxclubs „Osmanen“ sein. Spekulationen, wonach die Schlägerei auf Revierkämpfe in der Türsteherszene zurückzuführen sei, erteilte die Staatsanwaltschaft eine Absage. Dafür gebe es „keinerlei Anhaltspunkte“.

Club zieht Konsequenzen

Unterdessen hat der Club auf der Zeil fünf Tage nach dem tödlichen Streit am Donnerstag erstmals wieder aufgemacht. In einer Mitteilung hatte der Geschäftsführer des Clubs, Madjid Djamegari, einen „sehr speziellen Abend“ angekündigt. „Wir suchen einen Weg zurück in die Normalität“, hieß es.

Der Club Gibson hat aus dem tragischen Vorfall zudem Konsequenzen gezogen und will den Einlass in die Kellerräume unter der Zeil noch strenger kontrollieren. So soll etwa im Eingangsbereich in den kommenden Tagen eine für alle sichtbare Kamera installiert werden. Geschäftsführer Djamegari erhofft sich dadurch eine abschreckende Wirkung für potenzielle Unruhestifter: „Es soll jedem bewusst sein, dass er gefilmt wird.“

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