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Gastronomie in Frankfurt „Ein Brauhaus für alle“

Ein Brauhaus eröffnet am neuen Henninger-Turm in Frankfurt. Und nicht nur das. In wenigen Wochen soll im Turm selbst, also in der Fassspitze, ein Restaurant mit gehobener Küche seinen Betrieb aufnehmen.

Brauhaus am Henninger Turm
Andreas Niggehoff (sitzend) und Christoph Löwer leiten das Brauhaus am Henninger Turm. Foto: peter-juelich.com (peter-juelich.com)

An der Wand hängen alte Werbeposter, wie das aus den 70ern mit einem Pferd und feiernden Leuten, die sich vor dem alten Henninger-Turm mit Bier zuprosten. Aber auch original Schwarz-Weiß-Fotos wie das von den Männern im Blaumann, die auf den Henninger-Bräu-Bierkästen sitzen und sich den Schweiß abwischen, weil sie gerade den Lastwagen mit Bier beladen haben. „Die Fotos haben wir aus dem Henninger-Archiv, unser Restaurant steht auf dem ehemaligen Gelände von der Brauerei“, erzählt Tobias Jäkel, einer der beiden Inhaber und Geschäftsführer des „Henninger am Turm - das Frankfurter Brauhaus“.

Am Donnerstag um 18 Uhr wird das neue Restaurant in Sachsenhausen eröffnet. „Das Frankfurter Brauhaus“ liegt direkt gegenüber dem neu gebauten Henninger-Turm, dessen Luxuswohnungen Ende November bezugsfähig sein sollen. „Wir aber sind ein Brauhaus für alle. Wir liegen ja auch auf Höhe des Turmfußes, sind also ganz bodenständig“, sagt Jäkel. „Wir wollen Familien, Touristen, Nachbarn, aber auch Büroleute ansprechen.“ 200 Plätze gibt es an den Holztischen, im Sommer mit zusätzlichen 100 Plätzen draußen. Nebenan ist das Fitness-Studio Elements. „Seit wir einen Telefonanschluss haben, klingelt das Telefon einmal die Stunde, wann wir endlich eröffnen, und auch die Leute aus dem Fitnessstudio kommen immer vorbei und fragen nach, wenn sie hier was essen können“, erzählt Andreas Niggehoff, einer der Betriebsleiter.

Schnitzel, Burger oder Pizza

Die Küche reicht vom Frankfurter Schnitzel über Burger und Pizzen, die der italienische Pizzabäcker im Steinofen backt. Der Handkäse mit Musik kostet 3,50 Euro, das Frankfurter Schnitzel mit Grüner Soße und Bratkartoffeln gibt es für 12,90 Euro. Pizza bekommt man ab 7,50 Euro.

Und natürlich ist das Bier hier ganz wichtig: „Bei uns gibt es das Henninger Hell exklusiv aus Holzfässern. Außerdem gibt es nur hier das Sachsenhäuser Kellerbier, ein naturtrübes Pils“, sagt Niggehoff. Ein halber Liter Henninger Hell kostet 3,80 Euro. Zudem kann man sich in dem Brauhaus, das eine Mischung aus urig und stylish ist, auch ein Fass direkt an den Tisch bestellen. Und ja, selbst zapfen.

In Zusammenarbeit mit der Radeberger-Gruppe ist das Brauhaus am Turm eine einhundertprozentige Tochter der MoschMosch GmbH. Dahinter stehen neben Jäkel auch Matthias Schönberger. „Wir bekamen vor zwei Jahren den Zuschlag. Das Brauhaus-Thema reizte uns, weil es ein solches Konzept in Frankfurt bisher noch nicht gibt“, sagt Jäkel.

Aus dem Allgäu sei ihnen die Wirtshauskultur in die Wiege gelegt. Die beiden Freunde aus Kindheitstagen gründeten MoschMosch – ein Nudelbarkonzept nach dem Vorbild eines japanischen Wirtshauses. Im Jahr 2002 eröffnete die erste Filiale in Frankfurt, inzwischen betreibt MoschMosch zwölf Restaurants in den Regionen Rhein-Main, Rhein-Neckar und Rhein-Ruhr.

In wenigen Wochen soll im Henninger-Turm selbst, also in der Fassspitze, das Restaurant von Christian Mook eröffnen. „Das ist aber keine Konkurrenz, denn dort soll es gehobene hessische Küche geben“, betont Jäkel.

Um noch mehr Stammkunden zu ziehen, hat das Brauhaus vor wenigen Tagen ein Crowdfunding-Projekt gestartet: „Ein Henninger Kaiser Pilsener hat 4,8 Prozent, und das ist auch die Rendite, die die Anleger pro Jahr bei einer Laufzeit von drei Jahren erhalten“, sagt Jäkel. „Das Geld hilft uns natürlich auch, eigenständiger zu werden. Aber hauptsächlich geht es darum, ein Gemeinschaftsgefühl zu entwickeln. Man investiert ja praktisch in den Stuhl, der einen trägt, während man Bier trinkt und Schnitzel isst.“

Schon bald wollen die Betreiber einmal im Monat ein gemeinsames Brauhaus-Singen veranstalten. Und, ach ja, das Bier gibt es in Zweiliterflaschen auch to go.

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