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Gallus Oberstufe erst ab 2019

Bildungsdezernentin Sarah Sorge erläutert auf einer Ortsbeiratssitzung in einer Machbarkeitsstudie, warum sich der Umzug einer neuen gymnasialen Oberstufe ins Gallus bis 2019 verzögert.

Der Empfang ist beinahe überschwänglich. „Wir haben sie schon sehnlichst erwartet“, so hat die Vorsteherin des Ortsbeirats 1, Evanthia Triantafillidou (Grüne), am Dienstagabend Bildungsdezernentin Sarah Sorge (ebenfalls Grüne) auf der Sitzung des Gremiums begrüßt.

Die Dezernentin hat sich verspätet. Aber das erklärt nicht die Erleichterung über ihr Erscheinen. Die liegt in der Brisanz des Themas begründet, das den Ortsbeirat seit Jahren beschäftigt. Sorge stellt die Machbarkeitsstudie vor, auf deren Grundlage Anfang Mai die Entscheidung gefallen ist, die neue Frankfurter gymnasiale Oberstufe auf dem Gelände des ehemaligen Sozialrathauses im Gallus anzusiedeln. Im vergangenen Sommer hat die Oberstufe ihr provisorisches Quartier am Riedberg bezogen. Bis zum Umzug ins Gallus werde es noch Jahre dauern, stellt die Dezernentin gleich zu Beginn unmissverständlich klar.

Dennoch bemüht sie sich, ihre Verbundenheit mit dem Stadtteil herauszustreichen. So dankt sie Ortsbeiratsmitgliedern und Bürgern den großen Einsatz. Sorge selbst habe es „aus bildungspolitischen Gründen“ schon immer für richtig gehalten, die Oberstufe im Gallus anzusiedeln. Vor allem SPD-Mann Oliver Strank zweifelt das an. „Beim Dezernat haben wir nicht gerade offene Türen eingerannt als wir vor zwei Jahren vorschlugen, die Oberstufe ins Gallus zu bringen“, sagt er.

Platz für drei Neubauten

Indes hat der Magistrat nun seine Absicht verkündet, das Grundstück an der Krifteler Straße 84 grundlegend umzugestalten. In Stein gemeißelt ist zwar noch nichts, doch die genannte Studie zeige zumindest auf, dass das entsprechende Gelände für mehrere Bildungseinrichtungen Platz böte. „Bis jetzt steht dort noch das Gebäude des Ex-Sozialrathauses sowie ein Jugendhaus und zwei Kindereinrichtungen“, erläutert Ina Marte vom Hochbauamt, die die Studie betreut.

Nun könnten auf dem mehr als 10 000 Quadratmeter umfassenden Areal ein großer Neubau sowie zwei kleinere entstehen. „In dem großen Gebäude könnten die achtzügige Oberstufe und das Jugendhaus unterkommen. Die beiden städtischen Kitas, das Kinderhaus Gallus und ein Eltern-Kind-Treff könnten in den beiden kleineren Gebäuden unterkommen“, erläuterte Marte.

Der ständige Gebrauch des Konjunktivs rühre daher, dass noch nichts endgültig feststehe, wie Sorge und Marte nicht müde werden zu betonen. Erstens stehe die Planung noch am Anfang. Zweitens hänge alles weitere davon ab, wann die entsprechenden Haushaltsmittel freigegeben würden. „Die Planung für den Doppelhaushalt 2015/16 ist schon so gut wie abgeschlossen, wir werden das Vorhaben also wahrscheinlich erst in den Haushalt für 2017 einstellen können“, sagte Sorge.

Sorge rechnet daher nicht vor 2019 mit dem Baubeginn. Das stößt auf Unmut. Vor allem die SPD-Vertreter im Ortsbeirat sind argwöhnisch. Sie wünschen sich, dass der Magistrat „endlich Fakten“ schafft.

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