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Gallus Mehr Grün fürs Quartier

Die Stadt eröffnet den Lotte-Specht-Park an der Idsteiner Straße. Er ist das letzte Teilstück einer Reihe von Parkanlagenn, die durch Fußgängerbrückevon miteinander verbunden sind.

Der Taschenpark heißt jetzt Lotte-Specht-Park, macht aber immer noch Spaß. Foto: Christoph Boeckheler

"Es war ein Projekt von vielen Händen und Köpfen“, erinnerte sich die zuständige Ortsvorsteherin Evanthia Triantafillidou (Grüne) während der feierlichen Eröffnung des neuen Lotte-Specht-Parks im Europaviertel. Er ist das letzte Teilstück einer Reihe von durch Fußgängerbrücken verbundenen Parkanlagen, die sich von der Idsteiner Straße im Süden bis zur A 648 im Norden erstrecken – die nun größte zusammenhängende Grünfläche der Kernstadt.

Denn der Park entstand als Gemeinschaftsprojekt: neben Vertretern von Stadt, Sportkreis Frankfurt und dem Grundstücksbesitzer waren es vor allem die Anwohner, die von Beginn an die Planungen vorantrieben. So beispielsweise auch eine örtliche Elterninitiative. „Kind im Gallus“ machte sich für einen modernen Abenteuerspielpatz stark – und ließ Kinder der Nachbarschaft über dessen finale Form entscheiden. „Vieles haben wir direkt von den Kindern übernommen“, sagte Triantafillidou, die Mitbegründerin der Initiative ist. Ein Konzept, das aufgeht: „Ich will jeden Tag hier hin“, sagte der fünfjährige Lukas am Rande der Feierlichkeiten. Auch seine Mutter Patcharee Himpel freut sich über den neuen Spielplatz: „Es ist der schönste im Stadtteil“, sagte sie.

„Hier läuft vieles besser“

„Die Initiativen im Gallus übernehmen soziale Verantwortung“, lobte der Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD). Gerade in einem aufstrebenden Stadtteil sei es wichtig, die Balance zwischen den Wünschen der Anwohner und dem wirtschaftlichen Entwicklungspotenzial zu wahren, so Feldmann. Darin sieht er Gallus- und Europaviertel auf einem guten Weg: „Hier läuft vieles besser, was in der Vergangenheit in anderen Stadtteilen falsch gemacht wurde“, sagte er. Der neue Park sei ein Teil dieser positiven Entwicklung.

Diese Ansicht teilte auch Helga Roos vom Sportkreis Frankfurt. Dennoch müsse man noch vieles verbessern. Den Bolzplatz zum Beispiel. Dieser sollte eigentlich das Herzstück der Anlage sein. Immerhin wurde der Park nach Lotte Specht benannt, einer Pionierin des Frauenfußballs. Specht war es, die 1930 mit dem 1. Deutschen Damenfußballclub den Frauenfußball in Deutschland überhaupt erst denkbar machte – und damit den Grundstein dafür legte, dass Frankfurt heute als „Frauenfußball-Hauptstadt“ gilt, wie Siegfried Dietrich vom 1. FFC Frankfurt sagte. Der Park soll an ihre vielfältigen Errungenschaften erinnern. Aber mit einem Bolzplatz, der ständig unter Wasser steht und keinen permanenten Standort hat? Geht gar nicht, so Roos.

„Der Platz muss dringend besser werden“, forderte sie dementsprechend. Denn so verschenke man die integrative Kraft des Sports, die auch schon die Frauenrechtlerin Specht nutze. Und Integration sei gerade an der Schnittstelle zwischen Gallus und Europaviertel unverzichtbar: „Der Platz kann sozial starke und schwache Kinder zusammenführen“, sagte Roos.

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