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Gallus/Europaviertel Eltern wollen Brücken bauen

Die Elterninitiative „Kind im Gallus“ setzt sich für die Belange der Jüngsten im Stadtteil ein. Ein Anliegen der Initiative ist es, Brücken zwischen den unterschiedlichen Bewohnern des Gallus und des Europaviertels zu schlagen.

05.11.2014 13:30
Das Wohl der Kinder ist ihnen wichtig: Karen Kumposcht und Christian Birkenfeld. Foto: Andreas Arnold

Geht es nach Christian Birkenfeld von der Elterninitiative „Kind im Gallus“ gehören das Gallus und das Europaviertel längst zusammen. „Ich lebe mit meiner Frau und meinen beiden Kindern seit vier Jahren an der Niedernhausener Straße“, sagt er. Die Straße ist Teil des Neubaugebietes Europaviertel. Ein eigener Stadtteil ist es offiziell nicht.

Seine Kinder gehen in die Kindertagesstätte der AWO an der Hattersheimer Straße. „Dort treffen sich Kinder aus allen möglichen Nationen, aus dem alten Gallus und aus dem neuen Europaviertel“, schildert der Vater. Für die Kinder spiele es keine Rolle, wo sie mit ihren Eltern wohnen.

Dennoch gibt es aus Birkenfelds Sicht vieles, was man für die Kinder im Stadtteil verbessern kann. Vor allem fehle es an Vereinen, die Sport für Kinder anbieten. Da gäbe es noch einige Lücken zu schließen. Auch auf manchen Spielplätzen könnte das Angebot attraktiver werden.

Deshalb engagiert er sich seit seinem Wegzug aus Bockenheim in der Elterninitiative. Die gibt es seit rund zehn Jahren, die Vorsteherin des Ortsbezirkes 1, Evanthia Triantafillidou, hat sie mit ins Leben gerufen. Ein Anliegen ist es, Brücken zwischen den unterschiedlichen Bewohnern des Gallus und des Europaviertels zu schlagen.

Aktivisten sind gut vernetzt

„Wir begreifen uns als einen losen Zusammenschluss, der sich alle sechs bis acht Wochen trifft, um über die Belange von Kindern im Stadtteil zu sprechen“, sagt Birkenfelds Mitstreiterin Karen Kumposcht. Auf diese Weise haben die engagierten Eltern bereits einige Dinge umsetzen können. Beispielsweise der Spielplatz am Quartierspavillon an der Quäkerwiese wurde auf Betreiben der Initiative mit zwei Kleinkindschaukeln ausgestattet.

Bei ihren Anliegen kommt den Aktivisten zu Gute, dass sie gut vernetzt sind. „Bereits mehrfach sind aus unseren Anliegen gemeinsame Anträge aller Fraktionen im Ortsbeirat geworden“, berichtet Birkenfelds Ehefrau Anke Boettcher. Ohnehin sei das Gallus ein Stadtteil mit einem sehr dichten sozialen Netz. „Wir werden auch oft von Einrichtungen, wie dem Mehrgenerationenhaus, eingeladen“, sagt Birkenfeld. So würden sie erfahren, welche Angebote es im Stadtteil gibt und könnten diese bekannter machen.

Das neueste Projekt der Initiative ist das Kinderturnen. Ab 2015 will sie regelmäßig einen Kurs anbieten. „Wir sind im Kontakt mit dem Sportkreis“, sagt Birkenfeld. Geeignete Räume und Zeiten stehen noch nicht fest. Das einzige Problem der Initiative ist, dass sie schwer zu erreichen ist. Eine Homepage gibt es nicht. „Wir wollen uns aber bald eine einrichten“, sagt Kumposcht.

Eltern, die sich der Gruppe anschließen wollen, können zum Treffen kommen. Es findet am Montag, 1. Dezember, um 18.15 Uhr, im Mehrgenerationenhaus, Idsteinerstraße 91, statt. Kontakt per Mail: kind-im-gallus@gmx.de.

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