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Fußball-WM Public Viewing gegen Herzinfarkt

Fußball ist aufregend. Und eine Weltmeisterschaft ganz besonders. So sehr, dass das Herzinfarkt-Risiko steigt, wie Studien belegen. Ärzte der Frankfurter Klinikallianz verraten jetzt ein Gegenmittel - und diese Medizin ist nicht einmal bitter.

Gefährliches Spiel: Wer die Fußball-Weltmeisterschauft emotional mitverfolgt, sollte lieber nicht allein gucken. Foto: Monika Müller

Die Fußball-Weltmeisterschaft bedeutet für viele Fans, dass sie sich in einem emotionalen Ausnahmezustand befinden. Ärzte der Frankfurter Klinikallianz haben empfohlen, auch beim Fußballgucken immer wieder Phasen der Entspannung einzubauen. Nach ihrer Einschätzung ist es besser, sich die Spiele gemeinsam, etwa beim Public Viewing anzuschauen, als allein vor dem Fernsehapparat zu hocken. Gelobt wurde beim Public Viewing das Wirgefühl – und dass „Energie gemeinsam abgebaut“ wird. Generell allerdings nehme das Herzinfarkt-Risiko vor allem bei spannenden Spielen zu.

So erinnerte der Kardiologe Alex Gehring vom Hospital zum Heiligen Geist an das Viertelfinalspiel Deutschland gegen Argentinien während der Weltmeisterschaft 2006, das die Klinsmann-Truppe damals erst im Elfmeterschießen für sich entscheiden konnte. Eine Münchner Studie ergab, dass dabei die Zahl der Herzattacken, die vom Notarzt behandelt wurden, um das 2,7-Fache stieg.

Ausgelöst werden solche Herzattacken, die mit starken Schmerzen im Brustraum verbunden sind und von Übelkeit oder auch Erbrechen begleitet werden können, durch körpereigene Stresshormone wie Adrenalin und Noradrenalin. Gehring wies darauf hin, dass ähnliche Symptome auch durch ein „gebrochenes Herz“ ausgelöst werden: Ein heftiger Streit, die Trennung vom Partner oder der Tod eines nahestehenden Menschen können die Symptome auslösen, die bis zu einem tödlichen Kammerflimmern führen können. Auch hier sollte in jedem Fall der Notarzt gerufen werden.

Im Vorfeld einer Fortbildungsveranstaltung für niedergelassene Ärzte wiesen die Mediziner auch auf andere „Gefahren“ des Sommers, etwa Insektenstiche hin. Bereits ein Viertel der Bevölkerung reagiere auf den Stich einer Biene oder Wespe mit einer „gesteigerten lokalen Hautreaktion“. Bei drei von 100 Erwachsenen und einem von 100 Kindern würde ein Insektenstich sogar eine schwere anaphylaktische Reaktion auslösen. Bei Bauchkrämpfen, Luftnot und Blutdruckabfall müsse ein Arzt konsultiert werden.

Auch mit Blick auf die Sommerferien warnte Christian Förch vom Frankfurter Universitätsklinikum davor, sich zu lange der Sonne auszusetzen. Ein Hitzeschlag oder Sonnenstich könne die Folge sein. Zu den Symptomen zählen Kopfschmerzen, Schwindel bis hin zur Ohnmacht. Um vorzubeugen, empfiehlt Förch eine Kopfbedeckung, luftige Kleidung zu tragen und viel zu trinken.

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