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FSV Frankfurt „Das FSV-Geld ist sicher“

Der Fußballverein ist in finanzielle Schieflage geraten, die Stadt kommt dem FSV bei der Stadionmiete entgegen - prompt muss Sportdezernent Frank Kritik einstecken. Jetzt nennt er erstmals konkrete Zahlen.

Markus Frank
Der Frankfurter Sportdezernent Markus Frank. Foto: dpa

In der Affäre um die Insolvenz des Fußballsportvereins Frankfurt (FSV) und drohende Verluste der Stadt als Gläubigerin hat Sportdezernent Markus Frank (CDU) erstmals Zahlen genannt. Demzufolge bestehen nach Angaben des Insolvenzverwalters Forderungen in Höhe von 235.000 Euro aus offenen Stadionmieten und sonstigen Kosten. Die Stadt hatte über ihre Sportpark Stadion GmbH dem in Schieflage geratenen FSV einen Teil der Stadionmiete gestundet. Dafür musste Stadtrat Frank in den vergangenen Wochen heftige Kritik der Opposition einstecken: Er sei leichtfertig mit Steuergeld umgegangen.

Dem widersprach Frank am Donnerstag im Umweltausschuss der Stadtverordneten. Die Forderungen seien „in übersteigender Höhe gesichert“, heißt es in einem Schreiben des Insolvenzverwalters, das der FR vorliegt: „Ein Ausfall Ihrer derzeitigen Forderungen droht daher nicht.“ Zuversicht gibt den Anwälten ein Gutachten, das das Anlagevermögen im Stadion auf 470.000 Euro taxiert; die Rechte Dritter seien schon berücksichtigt. „Es war richtig, nicht voreilig den Stecker zu ziehen“, äußerte sich Frank zufrieden.

Er betonte aber, dass die Refinanzierung des Stadionausbaus künftig schwieriger werde, wenn der FSV unterklassig spielt und geringe Einnahmen hat: „Das ist schon ein Problem.“ Es gelte jetzt, den Betrieb am Bornheimer Hang zu sichern, besonders im Interesse der Jugendmannschaften. Frank: „Uns geht es darum, dass das Stadion nutzbar bleibt, auch für andere Vereine.“ Aus den Reihen der Stadtverordneten kam zu den neuen Zahlen und Fakten kein Kommentar.

Frank berichtete auch von einem Treffen des Magistrats mit dem DFB in Sachen Akademie auf dem Rennbahngelände in Niederrad. Es sei gelungen klarzumachen, „dass wir meilenweit vor allen anderen Bewerbern liegen – wir sind auf der Zielgeraden“. Der DFB sei für Sport-Frankfurt „so wichtig wie die EZB für den Finanzplatz“.

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