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Freundschaftspiel Flüchtlinge kicken mit Landtagsabgeordneten

Die jungen Männer, die am Dienstagabend in Ginnheim gegen die Mannschaft des Hessischen Landtags Fußball spielt, sind auf ihrer Flucht in Frankfurt gelandet. Sie stammen aus Afghanistan, Irak, Iran und Syrien.

Der Abgeordnete Bocklet hat den Scheck vom Landtag für den Vorsitzenden des „Offenen Hauses der Kulturen“, Tim Schuster (schwarzes T-Shirt). Foto: Beate von Bebenburg

Jetzt leben sie in der Flüchtlingsunterkunft, die im „Labsaal“ auf dem Bockenheimer Uni-Campus entstanden ist. Dort ist das „Offene Haus der Kulturen“ im Studierendenhaus zum Anlaufpunkt geworden. Dessen Initiatoren um Tim Schuster hatten das Team zusammengetrommelt.

Von den sportlichen Repräsentanten der Abgeordneten erhielten sie einen Scheck über 300 Euro, mit dem die Arbeit unterstützt werden soll. Der Frankfurter Grüne Marcus Bocklet überreichte die Gabe. Neben ihm standen die Abgeordneten Turgut Yüksel und Torsten Warnecke (beide SPD) sowie Sozial-Staatssekretär Wolfgang Dippel (CDU) im Team, das von Wolfgang Decker (SPD) gecoacht wird.

Fußball ist unberechenbar wie das Leben. Zu Beginn der zweiten Halbzeit ging ein Platzregen nieder. Weil die laufstarken Flüchtlinge in schlechten Schuhen spielten, rutschten sie von da an weg. Am Ende mussten sie sich mit 2:7 geschlagen geben.

Die Politiker-Elf zog Konsequenzen. Kicker Ralf Stettner, der die hessischen Erstaufnahmen leitet, sagte den Flüchtlingen Fußballschuhe zu. Vielleicht findet sich dadurch Nachwuchs für die Gastgeber vom SV Blau-Gelb Frankfurt. Sie wären eine gute Anlaufstelle. Bei Blau-Gelb lernte immerhin Nationalspieler Emre Can das Kicken.

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