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Frankfurter Zoo Affenbaby heißt Yori

Die FR-Leser haben gewählt, nun hat der kleine Orang-Utan im Frankfurter Zoo einen Namen: Yori - „der Vertrauenswürdige“.

Orang-Utan-Baby
Das Orang-Utan-Baby im Frankfurter Zoo. Foto: Christoph Boeckheler

Im Borgori-Wald haben sie natürlich wieder nur Unsinn und Salat im Kopf und interessieren sich nicht die Bohne für Babynamen. Wobei sich der Unsinn bei den Orang-Utans auf den halbstarken Sayang beschränkt. Er turnt durch die Wohnung der roten Primaten im Menschenaffenhaus des Frankfurter Zoos und pinkelt im hohen Bogen vom Kletterbaum herunter. Die Älteren, Kembali und Indah, fläzen sich auf der faulen Haut. Und von Rosa und ihrem im Oktober geborenen Baby sieht man nur ein großes Knäuel im Schatten liegen.

Das Baby hat jetzt einen Namen: Yori. „Der oder die Vertrauenswürdige“ soll das  in einer asiatischen Sprache bedeuten, und entschieden haben darüber die Leser der Frankfurter Rundschau. Hunderte gaben in dieser Woche ihre Stimme ab, es war ein spannendes Rennen: Am Donnerstag noch lag Yoshi knapp vorne – aber dann setzte sich Yori auf den letzten Metern doch noch mit 13 Stimmen Vorsprung durch. Auf Platz drei kam Yoda vor Yuki.

Ein passender Ort übrigens, die FR, um Orang-Utans zu würdigen. An der Wand vor der Chefredaktion hängt das Schwarz-Weiß-Foto einer Frankfurter Mutter-Kind-Kombination, das noch aus Grzimeks Zeiten stammen muss. „Mutterliebe hinter Käfiggittern“, schrieb Fotograf Wilhelm Ullrich darauf. Die Zeit der Gitter ist glücklicherweise vorbei.

Dank an alle Teilnehmer des Preisausschreibens, der glückliche Gewinner darf zur exklusiven Spezialführung durch den Borgori-Wald vier Personen mitbringen. Am Freitag war dort jede Menge los, denn bei den Bonobos gewöhnt sich der kleine Yango gerade an die Gruppe, und die Gruppe gewöhnt sich an ihn. FR-Leser wissen, dass Yango von Andrea Knott mit der Flasche aufgezogen wurde, der Frau des Reviertierpflegers Carsten Knott, weil das Äffchen nicht bei seiner Mama trinken durfte. Wie läuft die Eingewöhnung bei den Artgenossen? „Langsam“, sagt Carsten Knott. Eine Tür zum Affenhaus ist daher am Freitag verrammelt, um den sensiblen Prozess nicht zu stören.

Erfahrene Affen-Mama im Frankfurter Zoo

Bei den Orang-Utans dagegen: „Alles wunderbar“, sagt Knott, „Rosa macht das souverän, sie ist ja eine erfahrene Mutter.“ Der oder die kleine strubbelige Yori ist bereits ihr fünftes Kind. Ob Junge oder Mädchen, wird sich erst in einigen Wochen erkennen lassen, wenn Rosa den Nachwuchs mal von ihrem Körper weglässt.

In Frankfurt waren in dieser Woche Stimmen laut geworden, das Kleine müsse unbedingt Ante heißen oder Luka oder Sébastien – wie einer der Helden von der Eintracht eben, Rebic, Jovic und Haller, die ein Tor nach dem anderen schießen. „Da kann man nichts machen“, sagt Carsten Knott, das Y als Anfangsbuchstabe ist in diesem Jahr vorgeschrieben. „Und so ein Fußballspieler ist in einem Jahr weg – was machen wir dann?“ Tja, so kann’s gehen im Fußballgeschäft. Ein Menschenäffchen hingegen kann dem Zoo ein paar Jahre erhalten bleiben, bis es geschlechtsreif wird und irgendwann auf Reisen geht.

Apropos Nachwuchs. Der Herbst 2018 im Frankfurter Zoo ist eine Freude für alle, die Tierbabys mögen. Die zwei jungen Brillenbären und die drei im April geborenen Löwen sind noch klein genug, um die Besucher in ihren Bann zu ziehen mit ihren Kletterkapriolen und Geländeerkundungen. Der absolute Star unter den Tierkindern ist aber die winzige Fossa, die im Katzendschungel neuerdings im Zimmer neben den Tigern wohnt. Alle halbe Minute überfällt sie ihre Mama mit gewagten Sprüngen und sinnt auf Schabernack. Nicht mehr lang, dann wird auch Yori, das Äffchen, seine Fans unterhalten.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Zoo Frankfurt

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