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Frankfurter Stadtverordneter Jörg Krebs verlässt die NPD

Der langjährige Frankfurter Stadtverordnete Jörg Krebs ist offenbar aus der NPD ausgetreten. Als Grund gibt er die Beteiligung der NPD-Führung an den ersten Pegida-Kundgebungen in Frankfurt an. Die hessische NPD sei ein „organisatorischer Saustall“, so der Rechtsradikale.

Jörg Krebs (rechts) mit dem damaligen NPD-Bundesvorsitzenden Udo Voigt im Jahr 2009 bei einer NPD-Demo in Friedberg. Foto: Sascha Rheker/attenzione

Der langjährige Stadtverordnete Jörg Krebs ist offenbar aus der NPD ausgetreten. Wie der 40-jährige Rechtsradikale auf Facebook mitteilt, habe er die Entscheidung nach 16 Jahren Parteimitgliedschaft „schweren Herzens“ getroffen, zumal er sich mit den Zielen der extrem rechten Partei weiterhin identifiziere. Die Gräben zur Führung der hessischen NPD – gemeint sind der aktuelle Landesvorsitzende Stefan Jagsch und sein Stellvertreter Daniel Lachmann –, seien aber mittlerweile zu tief geworden.

Als Grund gibt Krebs die Beteiligung der aktuellen NPD-Führung an den ersten Pegida-Kundgebungen in Frankfurt an, bei denen die Organisatorin Heidi Mund demonstrativ proisraelisch aufgetreten war. Außerdem sei die hessische NPD ein „organisatorischer Saustall“, so Krebs. Die Partei habe seit März 2012 keinen Landesparteitag mehr abgehalten und seit dem Rücktritt von Daniel Knebel im Herbst 2013 auch keinen gewählten Vorstand mehr. Krebs war selbst jahrelang Vorsitzender der NPD Hessen.

Wegen der schwelenden Konflikte mit Lachmann und Jagsch kommt Krebs’ Austritt nicht überraschend. Er sympathisiert schon länger mit der neuen Neonazi-Partei „Der Dritte Weg“. Auf Facebook schreibt Krebs, er wollte zunächst parteilos bleiben.

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