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Frankfurter Shoppingmeile Zeil So schön wie nie zuvor

Nach jahrelangen Bauerarbeiten eröffnet Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth die neu umgestaltete Zeil. Die aber ihrer Tradition treu bleibt und weiterhin Baustelle ist. Zumindest an ihren neuralgischen Punkten Haupt- und Konstablerwache.

Neues Make-up für die alte Shopping-Meile. Foto: FR/Arnold

Ganz wie es sich für das Oberhaupt einer Stadt geziemt, hat Petra Roth am Donnerstag, flankiert von kommunalen Politgrößen, gemessenen Schrittes die umgebaute Zeil abgeschritten. Und das Volk, im Takt von Pauken und Trompeten, immer ihr nach, erst die Straße hoch, dann runter. Alle Händler hatten ihre Schaufenster streifenfrei geputzt, von schwarzen Flecken auf den neuen Magnum-Bodenplatten konnte keine Rede mehr sein. Kilometerlang hatte man zur Feier des Tages auf der Zeil den roten Teppich ausgerollt. Und die Regentin im blauen Mantel, wohlwollend winkend, sah, dass es gut war.

Zwei aufgeständerte rot-weiße Frankfurt-Flaggen mit dem Stadtadler im Rücken spendete sie Lob: „So schön wie heute war die Zeil noch nie.“ Und das werde jetzt auch so bleiben, denn der Wegwerfmentalität kaugummikauender Mitmenschen sei beim Aussuchen des abwaschbaren Bodenbelags in einigen Runden Probespucken die Spitze genommen worden. „Kaugummis gehören in den Papierkorb!“, mahnte sie gleichwohl, was ihr den Beifall der Untergebenen eintrug. Denn, sagt Roth, „was ist das für eine Art: Der eine schmeißt es hin, der andere muss es aufklauben!“

Zehn Jahre Streit ums Pflaster

In zwei Jahren Bauzeit hat Frankfurt in den Abschnitt zwischen Liebfrauenstraße und Kurt-Schumacher-Straße zwölf Millionen Euro investiert. Mehr als zehn Jahre lang hatte die Stadt eine verschärfte Auseinandersetzung um den „ausgebesserten und verschmutzten Bodenbelag, unzureichende Frei- und Bewegungsflächen, den schlechten Zustand der Sitzbänke, die ungenügende Beleuchtung, das unzureichende gastronomische Angebot“ geführt, wie das Planungsamt noch einmal in Erinnerung rief.

Jetzt wachsen auf der in den Siebziger Jahren eingerichteten „Baum-Zeil“ 90 Platanen weniger und drei neue Gastronomie-Pavillons, von heimischen Gastwirten betrieben, und wurden, wie Jan Dustmann als Sprecher der Anlieger sagte, „sofort von den Menschen angenommen“. Man habe in der Zusammenarbeit mit der Stadt beim Umbau „die Beziehung gefestigt“, zog er Bilanz. Als nächstes soll „ein Quartiersmanagement“ eingerichtet werden. Auf dass man die „helle, aufgeräumte Qualität“ erhalte.

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