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Frankfurter Schulen Gegen Antisemitismus

Frankfurt will gemeinsam mit der Bildungsstätte Anne Frank gegen judenfeindliche Einstellungen an Frankfurter Schulen vorgehen. Bei den „Aktionswochen gegen Antisemistismus“ soll mit Schülern diskutiert werden, was gegen Diskriminierung und Menschenfeindlichkeit getan werden kann.

Schüler sollen darüber diskutieren, was sie gegen Antisemitismus tun können. Foto: dpa

Die Stadt will stärker gegen Antisemitismus unter Schülern und Jugendlichen vorgehen. In Zusammenarbeit mit der Bildungsstätte Anne Frank hat das Bildungsdezernat dazu „Aktionswochen gegen Antisemitismus“ ins Leben gerufen. Mit Fortbildungen für Lehrer und andere Pädagogen sowie Workshops und Diskussionen für die Schüler soll judenfeindlichen Einstellungen entgegengewirkt werden, wie sie zuletzt während des Gaza-Kriegs auch in Frankfurt offen geäußert wurden – und wie sie nach Einschätzung der Stadt auch auf vielen Schulhöfen Alltag sind.

„Antisemitische Stereotype nehmen zu, oft verdeckt oder offen in Zusammenhang mit Diskussionen über den Nahost-Konflikt“, sagte Bildungsdezernentin Sarah Sorge (Grüne). „Hier wollen wir Hilfestellung geben, gemeinsam mit den Jugendlichen zu diskutieren und zu lernen.“ Meron Mendel, Direktor der Bildungsstätte Anne Frank, sagte, es gehe um präventive Angebote, die speziell auf die Bedürfnisse jeder einzelnen Schule zugeschnitten werden könnten: „Dabei geht es nicht ausschließlich um Wissensvermittlung, sondern auch um die Frage, was Jugendliche konkret gegen Antisemitismus und andere Formen von Diskriminierung und Menschenfeindlichkeit tun können.“

Die Frankfurter Schulen wurden bereits zum Ende der Sommerferien auf das neue, für sie kostenlose Aktionsprogramm hingewiesen. Wie die Stadt mitteilte, haben rund 30 Schulen bereits Kontakt zur Bildungsstätte Anne Frank aufgenommen, um sich über die Angebote beraten zu lassen.

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